Empfehlung des Tages: Sharktank – Boogieman
Neue Ästhetik, neuer Look – neuer Sound? Das österreichische Trio Sharktank scheint sich für 2024 einen Imagewandel vorgenommen zu haben. Das Instagram-Profil wurde leergeräumt und der lockere, bunte Look gegen einen kryptischen, düsteren Stil eingetauscht – alles, um die Veröffentlichung einer neuen Single anzuteasen.
„Boogieman“ lautet nun der Track, der beweist, was das visuelle Rätselraten bereits vermuten ließen. Sharktank haben ihren Sound weiterentwickelt und klingen plötzlich erwachsener und reifer – ohne ihr größtes Markenzeichen verwässern zu lassen.
Ein bisschen von allem
Von Beginn an vereint das Trio alle erdenklichen Musikstile und geht jeden seiner Tracks mit einer gehörigen Portion Experimentierfreude an. So auch das neuste Stück „Boogieman“, das von einem spürbar elektronischeren Sound begleitet wird. In seiner dreiminütigen Spielzeit macht der Track eine Reise vom spacigen Einstieg über die flatternde Hook bis hin zum shoutigen Rap-Part, der in keinem Sharktank-Song fehlen darf und hier ein bisschen an die Young Fathers erinnert.
Gemeinsam ergibt sich ein spannender und dennoch harmonischer Gesamtsound, der so international klingt, das man manchmal vergisst, dass es drei Österreicher:innen sind, die man da vor sich hat. Das Video zum Song trägt vollkommen zurecht die Anmerkung „epilepsia warning“ im Titel, denn es ist einiges los. Schlag auf Schlag folgen grelle, überbelichtete Bilder der drei Bandmitglieder im scheinbaren Endlos-Loop aufeinander. Ähnlich aufgeregt, wie sich auch die verschiedenen Stilelemente auf Soundebene aneinanderreihen.
Neben „Boogieman“ startet das Jahr auch auf Live-Seite überaus ereignisreich für Sharktank – und zwar mit einigen Supportshows für Giant Rooks sowie einer eigenen Tour, die im Frühjahr folgt. Was die selbstbestimmte Neuerfindung des Trios noch so mit sich bringt, wird die Zeit zeigen. Ein spannender Anfang wäre mit „Boogieman“ zumindest getan. We like!
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