Empfehlung des Tages: Sira – Lonely
Sira ist Newcomerin aus Berlin, eine der spannendsten, die die Hauptstadt gerade zu bieten hat. Auf ihren Songs mischt sie mit Unterstützung von Produzent KazOnDaBeat Hip-Hop mit Drum’n’Bass oder Garage – und neuerdings auch Hyperpop, wie die aktuelle Single „Lonely“ beweist.
Musik aus Berlin, UK und dem World Wide Web
Sira steht gerade erst am Anfang von einem Werdegang, der viel verspricht. Erst im letzten Jahr hat sich die junge Musikerin mit ersten Releases an die Öffentlichkeit gewagt, trotzdem ist sie im Berliner Untergrund bereits bestens vernetzt. Für ihre Instrumentals, die häufig von britischen Club-Sounds geprägt sind, zeichnet sich KazOnDaBeat verantwortlich, mit dem Sira seit ihrem ersten Song „Koma“ eng zusammenarbeitet. Sira und Kaz sind dadurch längst ein eingespieltes Team, wie sie auch unlängst auf der gemeinsamen EP „Noema“ bewiesen haben.
Zusammen mit Rap-Kollege Xaver entstand außerdem der Song „Miete“, eine moderne Interpretation vom melodischen Drum’n’Bass, der im Vereinigten Königreich schon in den frühen Nullerjahren abgefeiert wurde. Für Siras neueste Single „Lonely“ erschließt sie sich nun neue Sound-Gefilde: Es wird digitaler, synthetischer, alle Regler stehen auf „Hyperpop“. Der Breakbeat von Kaz ist chaotischer und zerstückelter denn je, während Sira von virtuellen Sehnsüchten und Einsamkeit singt. Dabei klingt sie wie eine hyperintelligente K.I., der jemand versehentlich das Fühlen beigebracht hat – hoffen wir, dass sie es so schnell nicht verlernt und uns weitere Perlen wie „Lonely“ beschert!
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