Empfehlung des Tages: Skrt Cobain – Ott nach Bayern
Skrt Cobain ist zurück und hat pünktlich zur Legalisierung einen neuen, viralen Streich im Gepäck. Zuletzt hatte der Wiener Rap-Newcomer sich mit Ski Aggu und Mark Forster (!) für die surreale Collab „Schwarzer Toyota“ zusammengetan. Die Inspiration für den Beat lieferte damals Chief Keefs Trap-Klassiker „Love Sosa“ und auch die neue Single von Skrt Cobain orientiert sich an einem Vorbild aus den USA: „Ott nach Bayern“ klingt verdächtig nach Lil Yachtys „Poland“. In dem Sinn: Happy 4/20, an alle die zelebrieren!
Pünktlich zur Legalisierung
Wer die letzten Wochen nicht unter einem Stein verbracht hat, weiß: Seit dem ersten April darf mann in Deutschland relativ stressfrei und ohne Paranoia kiffen. Die Legalisierung kommt keinen Tag zu früh, denn schließlich ist am 20. April so etwas wie der inoffizielle Cannabis-Feiertag. Damit Interessierte diesen nicht mit stereotypischen Reggae-Klängen feiern müssen, schafft Rap-Newcomer Skrt Cobain mit seiner neuen Single Abhilfe: „Ich bring‘ das Ott nach Bayern, es gibt hier nix zu feiern / Ich rauch’ die ganze Night lang, bis dann die Polizei kam“. Damit ist Skrt Cobain nicht der erste der irgendwelche Substanzen an einen anderen Ort überführt und daraus einen viralen Hit baut: Erinnert ihr euch noch „Poland“ von Lil Yachty? Darin hieß es schon im letzten Jahr: „I took the wok to Poland“.
Aus Codein wird Cannabis
Aus Codein-Sirup macht Skrt Cobain jetzt eben Cannabis, aus Polen wird das wohl konservativste Bundesland in Deutschland, das geradezu dafür berüchtigt ist, dem ein oder anderen Rap-Act auf Tour mit seinen hartnäckigen Polizeikontrollen Probleme zu bereiten. Auch den Auto-Tune-Vibrato, der „Poland“ so catchy gemacht hat, borgt sich Skrt Cobain für seine Single. Trotzdem funktioniert „Ott nach Bayern“ durchaus als eigenständiger Song und hat schon im Vorab als Sound auf TikTok und Instagram für Furore gesorgt. Zusätzlich gibt es auch noch einen kleinen Bonus: der „KaDeWe Tartes Freestyle“, der vielleicht weniger hittig ist, aber mit seinem verspielten Hyperpop-Beat auch interessant klingt. Abschließend bleibt zu sagen: Wenn ihr heute diesen mystifizierten Feiertag zelebriert, passt auf euch auf und treibt es nicht zu bunt – wäre ja schade, wenn Skrt Cobain sein Ott beim nächsten Besuch in Bayern wieder heimlich rauchen muss.
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