Empfehlung des Tages: Skuth – Vermisst
Auf seinem neuen Track „Vermisst“ zeigt Skuth eine neue, sassy Seite von sich. Er klingt abgeklärt, fast schon gelangweilt wenn er die Lines „Ich weiß, dass du mich heute vermisst, aber deine reichen Eltern haben damals auf mich gepisst“ zu Beginn a cappella ins Mikro performt und deutlich aufzeigt, dass er mittlerweile – Gott sei Dank – seinen eigenen Wert kennt.
Im Verlaufe des Songs wird es dann aber wärmer, deutlich indie-poppiger und es wird klar: seine Einstellung war nicht immer so. Zwischen vergoldetem Geschirr und „Meetings mit Designern in Paris“ lebte eine vergangene Liebe, die eine Zeit lang wohl für ordentlich Minderwertigkeitskomplexe gesorgt hat. Das war aber bevor Skuth erkannt hatte, dass „Teller aus Mamor“ und „Pornstar Martinis“ nicht das wichtigste auf der Welt sind, sondern ganz schön irrelevant.
„Ist mir egal“ kann er heute getrost denken und singt diesen Satz im Refrain der Single daher befreit und aus voller Seele. Mit diesem Spirit wird die Single zu einem warmherzigen, lebendigen Track, der wie ein erfrischender Reality-Check wirkt und wieder das wesentliche in den Vordergrund ruft.
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