Empfehlung des Tages: Sofie Royer – Cowboy Mouth
Die österreichisch-iranische Künstlerin Sofie Royer bewegt sich seit Jahren souverän zwischen Pop, Kunst und Performance – klassisch ausgebildet am Wiener Konservatorium, lebt sie zwischen der österreichischen Hauptstadt und den USA. Aber bei der Violine blieb es nicht, die Tausendsasserin hat als DJ und Kuratorin des Boiler Room auch die Clubszene in Los Angeles mitgeprägt. Nach ihrem 2024er-Album „Young-Girl Forever“ und einer der wenigen deutschsprachigen Singles „AUTO“ kehrt sie nun mit „Cowboy Mouth“ zurück. Entstanden in Zusammenarbeit mit den Brüdern Dylan und Noah Chenfeld von Rebounder zwischen Tourstopps in den USA, knüpft der Track an ihre rohe Demo-Ästhetik an. Wir hören perkussive Klavieranschläge und einen Sound zwischen Punkreferenz und cineastischer Düsternis.
Inhaltlich greift Royer das gleichnamige Theaterstück von Patti Smith und Sam Shepard auf und übersetzt dessen unausgesprochene Spannungen in einen Songdialog. Auch das selbst inszenierte Video ist eine kulturelle Referenz: Inspiriert wurde Sofie dabei von einem Instagram-Post des Autors und Regisseurs Jim Jarmusch, auf dem ein herrenloser Schuhkarton zu sehen ist. Sie selbst sagt dazu: „Ich fragte mich, wem sie wohl gehört hatten, wer darin gelaufen war. Das weckte meine eigene kleine alberne Fantasie darüber, was passieren würde, wenn ich ein Paar anprobieren, meine eigenen Schuhe wegwerfen und einfach weitergehen würde.“ Im Anschluss an „Cowboy Mouth“ und plant die Künstlerin weitere Releases im Laufe des Jahres.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.