Empfehlung des Tages: Soft Play – Act Violently
Sechs Jahre sind seit dem letzten Album des britischen Punk-Duos vergangen. Viel ist passiert. Von zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen der beiden Musiker, bei denen sogar das Bandbestehen infrage gestellt wurde, über Schicksalsschläge bis hin zur Namensänderung der Band. Nun melden sie sich als Soft Play zurück und kündigen das neue Album „Heavy Jelly“ für den 19. Juli an.
Mit neuem Namen und Musik im Gepäck macht Soft Play auch direkt eine Ansage: Wir haben uns entwickelt, sind nicht mehr die gleichen Jungs von 2018. Auch die bereits erschienen Singles „Mirror Muscles“ und „Punk’s Dead“ geben einen neuen Ton an. Wo sie vorher den ‚klassischen‘ Brit-Punk-Rock vertreten haben, sind ihre neuen Tracks viel mehr Metal betont. Der Sound ist auffällig aggressiver, Nu-Metal-Gitarren-Riffe und kehlige Schreie unterstützen diesen Eindruck. Den ironischen Texten, für die sie mit vorherigen Veröffentlichungen wie „Cheer Up London“ bekannt sind, sind sie besonders für „Act Violently“ treu geblieben.
Nieder mit den E-Scootern
Während eines Spaziergangs wurden die beiden Musiker von einem E-Scooter-Fahrer attackiert. Im Musikvideo zu „Act Violently“ wird diese Inspirationsgeschichte dargestellt. In der nachgestellten Geschichte verfolgt genau so ein E-Scooter-Fahrer Lead-Sänger Isaac Holman. Der Refrain gibt Ausdruck für sein (Un-)Wohlbefinden: „You make me wanna act violently (I’m usually on that love and peace, but you make me wanna act violently)“. Anders als in der Realität kriegt Holman den Täter sogar zu fassen – und es ist niemand geringeres als der Gitarrist der Band, Laurie Vincent.
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