Empfehlung des Tages: Southstar – We Are The People – Southstar Remix
Empire of the Sun gehören zu den wichtigsten Indie-Acts der letzten Dekade. Auch wenn die skurrilen Outfits des australischen Duos aus heutiger Perspektive vielleicht etwas befremdlich wirken, hat ihr Synth- und Elektro-Pop den Test der Zeit bestanden und auch 2022 nichts von seiner Eingängigkeit verloren. Dass ihre großen Hits auch heute noch funktionieren, hat im Juni Newcomer Southstar bewiesen, indem er aus „We are the people“ eine scheppernde Trance-Abfahrt gemacht hat.
Dass der aufstrebende Produzent aus Berlin-Kreuzberg ein Händchen für ausgefallene Remixe hat, ist natürlich keine Neuigkeit. Schon im Mai hat er unter dem Titel „Miss You“ eine obskure, alternative Version von Oliver Trees „Jerk“ veröffentlicht – Hyperaktive Techno-Sounds statt Pop-Grunge. Die ungewöhnliche Mischung brachte den geheimnisvollen Newcomer bei vielen Musik-Fans erstmals auf den Radar, dabei sollte das erst der Anfang sein.
Skandalös gut
Denn wenige Monate später stand die deutsche Musik-Industrie Kopf und alle Augen waren auf Southstar gerichtet: Hatte Platinproduzent Robin Schulz seinen Song „Miss You“ wirklich beinahe eins zu eins kopiert und selbst veröffentlicht? Die Aktion löste einen regelrechten Shitstorm aus, während ganz Deutschland nun von einem Tag auf den anderen auf diesen jungen Musiker schaute, der mit einer simplen Produktion aus seinem Schlafzimmer heraus einen der größten DJs der Welt zur Nachahmung verleitet hatte. „Miss You“ wurde zum Streaming-Hit und immer mehr neue Hörer:innen verliebten sich auch in die übrige Diskographie von Southstar und entdeckten den nächsten spannenden Remix: „We are the people“ von Empire of the Sun.
Die prägnante Stimme von Sänger Luke Steele kollidiert hier mit den typischen Bausteinen aus dem Trance-Sound der 90er. Schallende Becken, ein simpler, effektiver Four-To-The-Floor-Beat in Lichtgeschwindigkeit und natürlich dröhnende Klänge aus dem Synthesizer. Diese Fusion passt wie die Faust aufs Auge und sorgt beim Hören für einen doppelten Nostalgie-Schub, zur goldenen Techno-Ära genauso wie zum Indie der 2010er.
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