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Empfehlung des Tages: Spoon – The Hardest Cut

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So schön das Hören einer Platte im eigenen Wohnzimmer oder mit den Kopfhörern in der Ubahn doch ist – an ein Livekonzert kommen die wenigsten solcher Momente heran. Das finden zumindest Spoon in Bezug auf ihre eigene Musik und sind deswegen ihr neues Album einmal anders angegangen und haben sich vollkommen auf den Live-Sound konzentriert.

Das zehnte Album der Band Spoon will nach langer Zwangpause krachender und lauter werden als seine Vorgänger und ist völlig auf die fulminante Live-Action der Band ausgelegt. „Lucifer on the Sofa“, so der unheilvolle Titel des Longplayers, gibt mit „The Hardest Cut“ nun seinen ersten Track preis.

Spoon – The Hardest Cut

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Einen harten Cut, den hat die Band vor allem in ihrem Schaffen vollzogen und nicht nur ihre Musik, sondern auch ihr gesamtes Umfeld geändert. Ganz nach dem Motto „back to basics“ handelt es sich um ungeschliffene, klassische Rockmusik und auch räumlich gesehen begeben sich die Amerikaner zurück zu ihren Wurzeln: Denn „Lucifer on the Sofa“ ist das erste Album, welches die Band in ihrer Heimatstadt Austin aufgenommen hat.

Und auch die Herangehensweise war eine andere: „Anstatt wie beim letzten Mal aus Fragmenten einen Track zusammen zu puzzeln, sagten wir: ‚Lasst uns einfach proben‘. Wir spielen die Songs so lange live im Studio wieder und wieder, bis sie fertig waren. Und wir machten es mit so wenigen Instrumenten wie möglich.“

Für die Liveperformance gemacht

Und diese Liveorientierung merkt man „The Hardest Cut“ definitiv an: Man sieht die grölende Menge bei den Zeilen „here is the hardest cut / its coming down“ förmlich vor sich und bekommt im Video zum Song auch direkt die passende Visualisierung geliefert.

Denn dort präsentiert die Band ihren Track – wie sollte es auch anders sein – live in einem kleinen, verruchten Club. Die Menge tanzt wie gebannt in Richtung der Musiker und niemand ahnt, was eine Szene sich im Nebenraum abspielt. Denn dort wird eine Frau gefesselt und von einem gewaltbereiten Mann mit dem Messer bedroht. Die Situation scheint brenzlig, doch auf einmal wendet sich das Blatt – genau wie die Musik. Zu noch drängenderem, intensiveren Sound gelingt der Frau die Befreiung und nun ist sie es, die mit dem Messer auf den überrumpelten Mann zugeht – und diesen ersticht.

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