Empfehlung des Tages: Sprints – Literary Mind
„This is our big gay song about being gay“, leitet Sängerin und Gitarristin Karla Chubb die Live-Performance von „Literary Mind“ ein. Und das ist nicht zu viel gesagt: Die irische Post-Punk-Band Sprints hat eine Hymne über die queere Liebe und ihre Erforschung geschrieben.
Es geht um eine Liebe, die nach all ihren Komplikationen schließlich in einem Happy End mündet. Und ähnlich ist auch der Song aufgebaut. Zwar wird immer ein ähnliches simples Riff von den dreckigen Gitarren und Bass gespielt, die Intensität und Spannung steigt aber mit jeder Strophe und endet schließlich in Euphorie, wenn alle Instrumente und Stimmen komplett Vollgas geben.
„Schweißausbrüche“ und „Fieberträume“
Karla erzählt über die Entstehung und Bedeutung des Songs: „Ich kann mich nicht ganz daran erinnern, wann er entstand oder wie, er entstand einfach. Es war ein Stift-ergießt-sich-auf-dem-Papier-Moment und eine sehr ehrliche Darstellung der Gründung einer neuen und langfristigen Beziehung. Es ist eine gründliche Analyse und Erforschung des Gefühls, sich zu verlieben, insbesondere queere Liebe. Du erschließt endlich, was es heißt, glücklich zu sein, und damit kommt die Achterbahnfahrt an Emotionen, Schweißausbrüche, Fieberträume, Freude, Schwindel und Aufregung, die wir versucht haben, in der Energie und Geschwindigkeit des Songs einzufangen.“
Ein besonderer Moment auf Vinyl
Auch live kann man die Euphorie, die der Song transportiert, spüren, auch wenn man nicht beim Konzert dabei war. Die Performance und das Feedback des Publikums im ausverkauften Whelan’s Club in ihrer Heimatstadt Dublin schreien, dass hier eine Band gerade ein absolutes Karriere-Highlight erlebt – wie sie selbst auch auf Instagram sagen. Das soll allerdings nicht heißen, dass Sprints damit ihren Zenit erreicht haben – im Gegenteil, sie sind gerade erst dabei, so richtig durchzustarten. Das hat auch das Berliner Indie-Label City Slang bemerkt und die Band vor kurzem unter Vertrag genommen. Als ersten Release auf dem Label ist nun passenderweise eine 7“-Vinyl-Single des Songs inklusive der Live-Version erschienen.
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