Empfehlung des Tages: Stickle, Pashanim – Augenmaß
„Hauseingang“, „Airwaves“, „Sommergewitter“ – wenn Pashanim einen Hit landet, stehen die Chancen gut, dass Stickle hinter dem Beat steckt. Schon seit seinen ersten Releases begleitet der Produzent den aufstrebenden Rapper aus Berlin und bildet eine wichtige Komponente für dessen Signature-Sound zwischen Mainstream und Untergrund. Im Gegenzug erweist Pasha nun seinerseits seinem Stammproducer einen Gefallen und rappt auf Stickles neuem Song „Augenmaß“.
Sound für den Berliner Sommer
„Augenmaß“ stellt die neueste in einer Reihe von Singles dar, die Stickle seit dem letzten Jahr mit wechselnden Featuregästen veröffentlicht. Der Beat klingt dabei schon von Sekunde eins nach dem bewährten Sound des Dream Teams: Melancholische Piano-Passagen, die an einen feierlichen Kino-Abspann erinnern, dazu sprunghafte UK Garage-Breaks, auf denen sich Pashanim selbstsicher und ohne zu straucheln bewegt.
Inhaltlich wartet „Augenmaß“ mit den bereits bekannten Themen und Motiven, die der Rapper immer wieder aufs Neue mit einprägsamen Bildern zum Leben erweckt: „Kreuzberg, zwischen Kanacks und Punkern / Beste Kush, schon bevor ich bekannt war / Ein letzter Kuss, dann gehen wir auseinander“. Dreh- und Angelpunkt ist wie auf vielen Songs von Pashanim sein Leben in Berlin, im Kontrast dazu liefert das Cover-Artwork von „Augenmaß“ einen sommerlichen Ausblick auf Palmen hinter einem Porsche-Lenkrad.
Zwischen den Zeilen bekommen aufmerksame Hörer:innen außerdem einen wichtigen Hinweis: „Stickle und ich / Er macht ein Tape, ich lass ihn nicht im Stich“. Was viele insgeheim schon vermutet haben, wird also wahr: Stickle scheint da an etwas größerem dran zu sein – hoffentlich mit weiteren Gastbeiträgen von Pashanim, denn die Kombi bewährt sich mit „Augenmaß“ ein weiteres Mal.
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