Empfehlung des Tages: Suzane – L’appart vide
Was am Anfang mit einem kleinen Leck beginnt, endet in einer riesigen Überflutung. Diese ausdrucksstarke Metapher nutzt das französische Ausnahmetalent Suzane in ihrer aktuellen Single „L’appart vide“, um den Zerfall einer intensiven Liebesbeziehung zu beschreiben. Nachdem die in Paris lebende Musikerin aufgrund der aktuellen Situation dazu gezwungen war, den Release der Neuauflage ihres Albums „Toï Toï Toï“ auf den 22. Januar zu verschieben, überbrückt sie nun die Zeit bis zur Veröffentlichung mit einer sehr persönlichen und herzergreifenden Ballade. „L’appart vide“ (deutsch: Eine leere Wohnung) ist der erste Track, in dem die Künstlerin autobiografischen Schmerz und den Prozess einer scheiternden Beziehung verarbeitet. Diese Persönlichkeit webt Suzane auch in das begleitende Musikvideo zur Single ein, in dem sie selbst zusammen mit der Schweizer Schauspielerin Noémie Schmidt die Hauptrolle einnimmt und gemeinsam mit ihr intime Momente einer endenden Partnerschaft zwischen zwei Frauen nachstellt. Dazu erklärt die Sängerin: „(„L’appart vide“) ist die brutale Beobachtung einer zerbrochenen Liebe. Wie in einem Film, wenn die romantische Komödie mit der Zeit sich zu einer traurigen Liebesgeschichte entwickelt. Ein unsichtbarer Tsunami, der die Herzen zum Schmelzen bringt. (…) Dieses Lied ist ein bisschen wie der letzte Kuss vor dem Abschied.“ Selbst ZuhörerInnen, die aufgrund der Sprachbarriere die Lyrics nicht übersetzen können, werden feststellen, dass atmosphärische Elektro-Synths und die sich aufbauenden Streicher die Melancholie der Thematik hervorheben und der kraftvollen Ballade der queeren Sängerin ihre Kraft verleihen.
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