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Empfehlung des Tages: Tape Head, NONI – platzwunde

Posted in: News
Tagged: Tape HeadNONI

Eine Platzwunde entsteht durch stumpfe Gewalteinwirkung da, wo die Haut direkt auf dem Knochen aufliegt. Diese Wunde im Außen kann im übertragenen Sinn aber auch eine Wunde im Inneren sein – z. B. durch Wut, die sich gegen einen selbst richtet. Wenn man so viel innerlich fühlt, dass es sich anfühlt, als würde man an den eigenen Gedanken ersticken. Mit brutaler Ehrlichkeit singt Tape Head in „platzwunde“ genau von diesem Gefühl.

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Der Song, der selbstverständlich mit seinem artistischen Wegbegleiter und Producer Noni entstanden ist, wirkt mit der Indie-Rock-Gitarre, Shoegaze-nahen Instrumentals und dem Schrei-Gesang von Tape Head einengend, verzweifelt und wütend. So schmerzhaft, wie eine Platzwunde eben ist. Dabei imponiert der Musiker mit seinen kraftvollen Vocals und wohl überlegten, berührenden Lyrics: „Und der Platz den ich fühl‘ ist eine Wunde in der / ich platz‘ und ich fühl‘ außer der Wunde nichts mehr / ich fall / wann fall ich heim“.

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Diese Sensibilität für ein Gefühl, was sich in jeder Nuance seines Gesangs nachspüren lässt, findet auch im zugehörigen Musikvideo seinen Ausdruck. Auf zwölf Quadratmetern ist Tape Head mit der innerlichen Zerstörkraft zunächst allein, bis Noni ihm Essen und Musik vorbeibringt. Immer wieder fällt Tape Head auf seine Matratze, auf dem thematisch passend zwei wutrote Romane liegen: „Fischtage“ von Charlotte Brandi und „Die Wut, die bleibt“ von Mareike Fallwickl. Die roten Akzente, die sich durch das Video ziehen, sind dabei wie die Erinnerung an die ausblutende Platzwunde. Am Ende ist Tape Head wieder allein und das Zimmer, in dem vorher so viel Leben war, auf einmal leer, als sei vor lauter Erschöpfung kein Platz mehr für all die gestaute Angst und Wut.

Alle weitere Empfehlungen gibt es hier:

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