Empfehlung des Tages: Tashan – Yoga
Tashan aus der Schweiz und mit indischen Wurzeln textete lange nur auf Englisch, jetzt ist sie auf Deutsch zu hören. Mit ihren neuen Songs „Oprah“ und „Yoga“ ist sie darüber hinaus – samt roughen Flows und Punchlines, wie wir sie von Shirin David oder Badmómzjay kennen – auch in einem neuen Genre unterwegs.
Tashan – Yoga
Bei Tashan spielt die visuelle Ebene schon immer eine große Rolle und so ist auch ihr Musikvideo zum neuen Track „Yoga“ aufwendig produziert. Sehr ästhetisch ist dabei nicht nur die verträumte, futuristische Landschaft, besonders ihre Frisur sticht heraus und erinnert an Medusas Schlangenhaare. Ob die Referenz gewollt ist oder nicht – wie Medusa, die Tochter der Meeresgötter, ist auch Tashan von Wasser umgeben in einem Meerjungfrau-artigen Outfit zu sehen. Und genauso selbstbewusst wie die Figur aus der griechischen Mythologie ist sie auch.
„Perlen auf meinem Köper / bin ’ne Katze, Doja“ rappt sie und bezieht sich damit klar auf Rap-Queen Doja Cat. Auf deutschen Female Rap stieß Tashan, oder Bombay Mami wie sie sich auf Instagram nennt, dabei nur per Zufall und hatte sofort Lust bekommen, sich selbst in dem Genre auszuprobieren.
Die letzte Single „Oprah“, bei der ebenfalls jede Line sitzt, erschafft mit fetten 808s eine ganz andere Stimmung. Auf dem Motorrad und mit ihrer Crew ist Tashan hier lässig am Cruisen und Pokern. „Yoga“ und „Oprah“ beweisen schon jetzt: Egal wie und wo, Tashan überrascht immer wieder aufs Neue mit ihrem Facettenreichtum.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.