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Empfehlung des Tages: The Ramona Flowers – Weapons

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Worte können Waffen sein. Klingt ein bisschen klischeehaft, so als würde der/die Klassenlehrer:in erklären, warum man jetzt endlich aufhören soll, sich gegenseitig zu beleidigen. Aber wahr ist es ja doch, immer wieder im Alltag merken wir, dass allein eine treffend formulierte verbale Zurechtweisung schon ganz schön schmerzen kann.

Eine Erkenntnis, die auch die Indie-Band The Ramona Flowers als Inspiration für ihren Song „Weapons“ traf, wie Gitarrist Sam erzählt: „Lustigerweise haben Steve [Bird, Sänger der Band] und ich zu der Zeit eine ähnliche Erfahrung gemacht. Du wirst in einen Streit verwickelt und deine Freundin oder Ehefrau ist viel besser im Streiten als du. Sie schleudert dir diese Worte entgegen und sie treffen dich wie Waffen. Du kannst dich ihrer nicht erwehren.“

Tanzbare Momentaufnahme

Ein wenig entspannter hingegen ist das poppige Instrumental des Tracks: Eine simple, aber groovige Synth-Bassline, verspielte Percussion und sich darüber schlängelnde Gitarren. Das Zwischenspiel der verschiedenen Instrumente sitzt vielleicht deshalb hier so gut, weil die Band ein wenig von ihrem regulären Songwriting-Prozess abgewichen ist. Es soll einer der wenigen Tracks auf der neuen EP der Band gewesen sein, der spontan zusammen mit allen Bandmitgliedern im gleichen Moment im selben Raum geschrieben wurde.

Eine turbulente Zeit

Diese EP trägt den Namen „Hey You“ und zeigt die Band wieder von einer sehr tanzbaren Seite. Vor allem aber fungiert sie auch als Zeitzeugnis, sie verarbeitet die Geschehnisse des letzten Jahres, das für die Band das produktivste ihrer Karriere war. Ganz schön turbulent war das, wie sie selbst berichten: „Wir hatten das Glück, die EP mit Blick auf das Meer in Devon aufzunehmen, also hat die wilde See definitiv unsere Stimmung beeinflusst! Bei ,Hey You‘ geht es um Freunde, Liebhaber, Partys und die Zerwürfnisse, letztendlich die Kriege, die darauffolgen! Es fasst das Leben der Band gut zusammen.“

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