Empfehlung des Tages: The Streets – Too Much Yayo
The Streets gelten als Wegbereiter von Hip-Hop, Garage und Grime in Großbritannien, die die Musiklandschaft des Königreichs entscheidend geprägt haben. Und auch nach über zwei Dekaden im Game hat Mike Skinner, der Gründer des Musikprojekts, noch nicht genug: Im Oktober möchte er mit „The Darker The Shadow The Brighter The Light“ einen ganzen Spielfilm veröffentlichen, den er selbst geschrieben, produziert und vor allem finanziert hat. Dazu erscheint außerdem ein gleichnamiges Album, aus dem wir nun die neue Single „Too Much Yayo“ zu hören bekommen.
„Berlin Calling“ but make it UK: So in etwa kann man sich den neuen Film „The Darker The Shadow The Brighter The Light“ vorstellen, den Mike Skinner auf eigene Faust produziert hat. Die Handlung basiert auf den vielen großen und kleinen Club-Geschichten, die der britische Musik-Pionier im Lauf seiner bewegten Karriere erlebt hat. Dazu kommt ein gewisser Krimi-Twist, als eine Person im Club umkommt und Skinner gemeinsam mit der Betreiberin versucht, den Fall aufzuklären.
Eine Bassline wie ein Bienenstock
Mike Skinner hat nun also die Arbeit als Drehbuch-Autor und Regisseur für sich entdeckt – und scheint trotzdem noch irgendwie Zeit für neue Musik gehabt zu haben. Mit dem Film soll am 20. Oktober nämlich auch ein gleichnamiges Album erscheinen, aus dem heute nach „Troubled Waters“ mit „Too Much Yayo“ bereits die zweite Single erscheint. Der Song bezieht sich relativ direkt auf den einige Jahre zuvor erschienen Namensvetter „Too much Brandy“ – nur wurde jetzt eben aus Weinbrand Stoff für die Nase.
Der Sound dazu klingt typisch für The Streets: Rough, kantig, zwischen Grime und einer Bassline, die brummt wie ein ganzer Bienenstock. Auf den bouncenden Beats brilliert Mike Skinner wieder mit seinen obskuren Wortspielen und dem trockenen Humor, den er auch in all den Jahren nie abgelegt hat. Für den Mainstream ist das nicht poliert genug, nicht ausproduziert – aber echte The Streets-Fans der alten Schule dürften hier auf ihre Kosten kommen.
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