DIFFUS

Empfehlung des Tages: Titus Waldner – Entflog

Posted in: News
Tagged: Titus Waldner

Erinnerung – ein sehr großes Thema, das schon Künstler:innen aller Genres beschäftigte. So ist es zum Beispiel ein zentrales Motiv beim französischen Autor Marcel Proust. Der Protagonist beißt in eine Madeleine und fühlt sich zurück in seine Kindheit versetzt. Ähnlich fängt es der junge Musiker Titus Waldner in seiner neuesten Single „Entflog“ ein. Bei ihm ist es bloß keine Süßspeise sondern die Musik, die tief verborgene Erinnerungen wieder hervorruft. Die Grenzen zwischen alten und neuen Emotionen verwischen, während Titus sich im Musikvideo fallen lässt.

Titus Waldner – Entflog

https://www.youtube.com/watch?v=B4_PZGAxVzY

Titus erzählt im neuen Song die Geschichte von zwei Frauen, die sich lieben. Weit entfernt voneinander, erinnern sie sich durch Musik an die jeweils andere. Und obwohl der Titel des Songs Deutsch ist, singt Titus auf Englisch. „So they would play the music once in a while / and it takes some way back in time / so they would play the music once in a while / to make them feel like they are combined”.

Die Single hat einen entspannten, sanften Vibe mit laid-back Synth-Beat. Dass sich der aus Leipzig stammende Künstler mit Musik auskennt, merkt man spätestens, wenn man ihm bei Instagram folgt. Dort schreibt er, dass bei der Produktion von „Entflog“ maßgeblich sein Höffner Bass beteiligt war. Die dunklen Bass-Töne und seine entspannte Mischung aus Soul und Electro-Pop sind auch auf früheren Singles oder seiner 2019 erschienenen EP „Udvikling“ zu finden.

Da das Jahr 2022 gerade erst angefangen hat, können wir bestimmt noch einige Live-Auftritte von Titus erwarten. Dieser ist besonders für seine One-Man Shows bekannt, bei denen er sich auf einem einzigen Track mit zielstrebiger Intensität und Konzentration zwischen Gitarre, Klavier, elektronischen Geräten sowie dem Mikrofon bewegt.

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.