Empfehlung des Tages: Tränen – Mitten ins Gesicht
Das Duo Tränen besteht aus der Sängerin Gwen Dolyn, die wir bereits von ihrer Zusammenarbeit mit den Toyboys kennen und dem Gitarristen Steffen Israel von Kraftklub. Mit dem Kracher „Stures Dummes Herz“ haben sie sich Mitte des Jahres in unsere Neue Deutsche Welle-Herzen gespielt und einen Song geliefert, zu dem man gleichzeitig schreien, weinen und tanzen möchte. Er handelt von emotionaler Selbstaufgabe – davon, jegliches schlechte Verhalten einem Selbst gegenüber zu akzeptieren, um im Gegenzug auch nur die leiseste Ahnung von Aufmerksamkeit und Liebe zu erhalten: „Als ich gesagt hab einen Kick / Meint ich nicht in den Bauch / Aber wenn andere mich lieben / Ja, dann liebe ich mich auch“. In ihrer neusten Single „Mitten ins Gesicht“ buhlt Sängerin Gwen Dolyn jetzt nicht mehr um die Liebe von irgendwem.
Sie entscheidet, dass sie selbst alles ist, was sie hat und alles, was sie will und niemandem Schönheit oder Unterwerfung schuldet: „Mein Zorn ist nicht bequem / Meine Gefühle sind nicht schicklich / ich brülle und ich schrei / damit ich nicht im Schmerz ertrinke / meine Waffe ist Verletzlichkeit / Ich zeige dir was ich fühl / seh nicht schön dabei aus / doch das ist alles for real“. Eine Selbstermächtigung, die wir feiern! Die treibenden New Wave-Beats und Gwens energischer Gesang klingen nach einem Mix aus Retro-Ästhetik und Zeitgeist, der auch im Musikvideo durchscheint: Super 8 Kamera-Aufnahmen, Fisheye und iPhone-Bilder. Am 2. November erscheint ihr Album „Haare eines Hundes“.
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