Empfehlung des Tages: Tristesse – Retina
Die „Neue Deutsche Softness“? Was soll das denn heißen? Etwa ein Gegenentwurf zur Neuen Deutschen Härte, dem Industrial-Metal-Sound der 90er- und 00er-Jahre von deutschen Bands wie Oomph! oder Rammstein? Zumindest bezeichnen Tristesse ihre Musik als genaues Gegenteil und zwar als Neue Deutsche Softness. Man könnte es auch als Mischung aus Indie-Rock, Shoegaze und Dream Pop sehen – unter Beweis gestellt in der neusten Single „Retina“.
Die soften Sounds kommen hier vor allem von den Shoegaze-Gitarren und dem halligen Gesang. Während diese Elemente vor sich hin schweben, wird der Song von den donnernden Drums und dem straighten Bass vorangetrieben.
Ein Übermaß an Gefühlen
Sänger Jannes-Maximilian Priebels setzt sich im Text mit dem Gefühl auseinander, zu viel zu fühlen: „Meine Schultern aus Blei hindern mich am Fliehen / So such‘ ich nach Wundern, während sie passieren“. Die Devise ist: Aus diesem Wirrwarr die schlechten Emotionen aussieben und nur die guten mitnehmen.
Zu diesen Zeilen erzählt Priebels: „Während des Entstehungsprozesses von ‚Retina‘ fand ich ein altes selbstverfasstes Gedicht in meinen Notizen, welches perfekt zur damaligen Stimmung und der Demo des Instrumentals passte. Die Strophe des Songs war vorerst gar nicht vorgesehen und wurde deutlich später, gemeinsam mit unserem Produzenten Magnus Wichmann, während der Studioaufnahmen von ‚Retina‘ geschrieben und ergänzt.“ Der erwähnte Magnus Wichmann hat zuvor übrigens auch schon mit Bands wie Pabst oder Leoniden zusammengearbeitet.
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Gemalte Indizien
Im Musikvideo sieht man, wie die Jungs das Cover der Single malen: Eine wilde Mischung aus verschiedenen Farben und Formen, wie die verschiedenen Emotionen, die aufeinanderprallen. Auf den Artworks aller drei Singles seit der Debüt-EP „Im schwächsten Licht“ von 2021 ist außerdem ein gemalter Stern zu sehen. Das lässt hoffen, dass sie alle auf den nächsten größeren Release hindeuten.
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