Empfehlung des Tages: Vega, Liz – Frankfurt ist rau
Vega ist schon jahrelange ein fester Bestandteil im deutschen Rapgame, hatte seine Höhen und seine Tiefen – aber wenn man seinen Fans Glauben schenkt, dann steuert er gerade erst auf seinen Zenit zu. Vor knapp einem Monat hat uns der Rapper aus Frankfurt mit der ersten Single und gleichzeitig dem Titeltrack seines kommenden Albums „Warum sie Stürme nach Menschen benennen“ regelrecht umgehauen. So viel geballter Schmerz, so viel Angst und Leid haben wir selten mit solcher Wortgewalt gehört. Danach wurde es mit „In den Himmel hoch“ etwas poppiger, aber nicht weniger melancholisch – und mit der neuesten Single zeigt sich Vega nun von einer ganz anderen Seite. Zwischen den Wolkenkratzern der Mainmetropole rappt er mit der Newcomerin Liz von den Schattenseiten der gemeinsamen Heimat, bis auch dem letzten Touri klar ist: „Frankfurt ist rau“!
Ein Song für den Moshpit
Dass Vega seine Heimatstadt Frankfurt am Herzen liegt, ist natürlich keine Überraschung. Der Freunde von Niemand-Chef ist Lokalpatriot mit Leib und Seele, feiert die Eintracht Frankfurt und hat dem ein oder anderen Frechdachs auch schonmal mit FFM-Verbot gedroht. Der Puls der Stadt schlägt in jedem seiner Songs, aber eine richtige Hymne auf die Stadt gab es noch nicht – bisher. Diese Rolle nimmt nun „Frankfurt ist rau“ ein.
Die Hook teilt er sich dabei mit der Newcomerin Liz, die ebenfalls aus Frankfurt kommt und den Song mit bedrohlichen Zeilen eröffnet: „Fast jeder meiner Brüder war im Bau / Denn wir fahren in deine Stadt, um uns zu hauen / Weil zu uns nie einer kommt, der sich das traut / Frankfurt ist rau, Bruder, Frankfurt ist rau“. Dazu ein Vega-typischer Beat mit einem filmreifen Sample, dass die beiden Rapper:innen gemeinsam regelrecht zerfetzen. Zeilen wie „Gibt es Probleme, dann fliegen hier Tischbeine in die Ladenzeile / Aus dem Nichts eine in die Magengegend / Mit uns fickt niemand, geh und sag es jedem“ bringen das Blut in Wallung und den Moshpit zum kochen. Im Gesamtpaket mit den beiden anderen Singles, verspricht „WSSNMB“ ein ziemlich durchmischtes Album zu werden – und vielleicht ja wirklich das bisher beste von Vega.
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