Empfehlung des Tages: Victoria Canal – Cake
Kennt ihr diese besondere Magie, die von James Bond-Titelsongs ausgeht? Dieses Gefühl von Geheimnis, Gefahr und ein bisschen Verruchtheit? Genau in diese Mood bringt uns auch „Cake“ von Victoria Canal. Die 26-jährige Musikerin ist eigentlich für ihren gefühlvollen Indie-Pop bekannt, doch auf ihrem Debütalbum „Slowly, It Dawns“ bricht sie immer wieder aus ihrem musikalischen Korsett aus und macht das, worauf sie Lust hat: „Ich versuche, absolut ehrlich und kompromisslos zu sein in allem, was ich nach außen trage. Das kann mal absolut gesund klingen, mal sexy, mal laut oder leise, mal feminin und mal maskulin – vor allem will ich mich nicht dafür entschuldigen.“
„Cake“ erschien bereits im September 2024 als Vorabsingle ihres neuen Debütalbums und erzählt von dem Verlangen nach Rausch und Ekstase. Victoria klingt allerdings nicht so, als wäre sie voller Vorfreude, auf eine ausschweifenden Partynacht. Stattdessen haucht und fleht sie die Lyrics mit einer von Sehnsucht und Leid erfüllten Stimme über das epische Sound-Bett. „Smoke until my legs go numb (upper cut, keep me dumb) / Dress the dread in Valium (drown the voice in the drums) / Love my plastic happy, uncanny valley / Sprinkle me in fairy dust, let ‚em out, animal, hm, hm“. Streicher und Synthies bauschen das Instrumental weiter auf, das zu Beginn der zweiten Strophe durch einen Drum’n’Bass-Beat an Dynamik gewinnt. Trotzdem bleibt „Cake“ einer dieser großen, getragenen Power-Songs mit Villain-Energie und damit eine überraschende Abwechslung auf „Slowly, It Dawns“.
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