Empfehlung des Tages: Vince – zimmer umgestellt
Mit „zimmer umgestellt“ zieht Vince eine ehrliche Bilanz über das Erwachsenwerden. Vieles verändert sich, aber manche Gewohnheiten, Fehler und Unsicherheiten bleiben bestehen. Das Zimmer sieht anders aus, geraucht wird trotzdem noch am selben Fenster. Vince erzählt von verprasstem Geld, Bruchlandungen und dem Versuch, mit den eigenen Widersprüchen klarzukommen. Dabei klingt „zimmer umgestellt“ weniger nach großer Lebenslektion als nach einer Momentaufnahme von jemandem, der langsam merkt, dass Älterwerden nicht automatisch bedeutet, alles besser im Griff zu haben.
Gleichzeitig steckt in dem Song auch viel Wärme. Vince blickt zurück, stellt fest, wie viel sich verändert hat, und findet Halt in Freundschaften und kleinen Momenten – beim Dönerteller mit den Jungs oder bei Espresso und gutem Wetter. Statt sich für die eigenen Ecken und Kanten zu verbiegen, macht er sie zum Teil seiner Identität: „Bevor du lebst um wo reinzupassen / dann doch viel lieber um wo anzuecken.“ So pendelt „zimmer umgestellt“ zwischen Nostalgie und Gegenwart und erinnert daran, dass Erwachsenwerden vielleicht weniger bedeutet, ein komplett anderer Mensch zu werden, als sich mit dem anzufreunden, der man längst ist.
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