DIFFUS

Empfehlung des Tages: Von Wegen Lisbeth – „Momo“

Posted in: News

Mach es langsam, mach es Slow-Mo“, heißt es in dem neuen Song „Momo“, den Von Wegen Lisbeth Ende des letzten Monats veröffentlichte. Darin überrascht die Indie-Pop-Band mit einer ungewohnt zurückhaltenden Liebeserklärung, die sich mit ihren entspannten Vibes geradezu perfekt als musikalische Untermalung eines gemütlichen Sonntagsfrühstück eignet.

Bereits seit der Veröffentlichung ihrer ersten EP „Und plötzlich der Lachs“ im Jahre 2014 überzeugten die vier Berliner Jungs ihre Fans mit Charme, Ironie und einem kritischen Blick auf die kleinen Dinge des Lebens. Schnell wurde Von Wegen Lisbeth zu einer der erfolgreichsten Indie-Pop-Bands Deutschlands. Mit ihrer sympathischen Art, einem außergewöhnlichen Sound und ihren Faible für skurrile Musikinstrumente betört uns die Band seitdem mit ihren unvergleichbaren Indie-Songs. Nachdem es mit der Veröffentlichung ihres Albums „sweetlilly93@hotmail.com“ eine Zeit lang still um die Band wurde, meldeten sich die Jungs Anfang des Jahres mit neuer Musik zurück. Während die Band in ihrer Doppelsingle „PODCAST“ / „L.OST“ von verbrauchtem Datenvolumen, dem Alleine-Sein und einem scheinbar, in der Gesellschaft verankerten, Drang nach einem eigenen Podcast erzählten, lieferten Von Wegen Lisbeth in ihrem Song „Portugal (Autoteile auf der Fahrbahn)“ eine Anleitung zum Kurztrip durch das Eigenheim. In „Momo“ besingen die Berliner nun die aufregenden Gefühle einer jungen Liebe.

Von Wegen Lisbeth – Momo

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


„Momo“ erzählt die Geschichte zweier Menschen, die gerade dabei sind, sich ganz neu kennenzulernen und zu verlieben. Zurückhaltend, zaghaft und etwas überfordert mit der Situation sitzen die beiden auf dem Teppich in Momos Zimmer und kratzen an ihren Bieretiketten herum, während aus der Nachbarswohnung leise ein Lied der Fugees tönt: „Fu-Gee-La-La läuft beim Nachbar / In einer Welt weit weg von hier /Nur du und ich auf deinem Teppich /Kratzen die Folie von dem Bier“, singt Frontmann Matze in der zweiten Strophe. Momo scheint dabei noch etwas aufgeregt zu sein, was aber gar nicht nötig zu sein scheint: „Guck ich lauf nicht weg / Mach es langsam, mach es Slow-Mo, Momo /Halt dich an mir fest“, heißt es im Refrain, wobei ein geradezu herzerwärmendes Bild von Zuneigung und Verliebtheit erzeugt wird. Musikalisch lebt „Momo“ dabei von wellenförmigen an- und abschwellenden Gitarrensounds im typischen Von-Wegen-Lisbeth-Stil.

Das Bild von vorsichtiger Zuneigung spiegelt sich auch in dem Musikvideo der Band wider. Es erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der an einer Kegelbahn arbeitet und sich langweilt. Dann tritt plötzlich ein weiterer Mann vor die Kamera. Er will sich eine Bahn zum Kegeln mieten. Die gelangweilte Stimmung des Kegelbahnbesitzers schlägt direkt um und es liegt eine unübersehbare Spannung zwischen in der Luft. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen, trauen sich aber nicht so recht, aufeinander zuzugehen. Sehnsüchtige und flirtende Blicke werden hin und her geworfen, bis sich die beiden am Ende des Videos gegenüber stehen und tief in die Augen sehen.

Mit „Momo“ hat die Band ein weiteres künstlerisch hochwertiges Video veröffentlicht, das nicht nur äußerst sehenswert ist, sondern gleichzeitig auch richtig Lust auf mehr Musik von den Berliner Jungs macht. Dass wir uns schon bald über weitere Songs der Musiker freuen dürfen, verraten sie uns auf ihrem Spotify-Account: „[…] Momo wird sicherlich nicht das letzte Release in diesem Sommer bleiben“ – Wir sind auf jeden Fall gespannt, mit welchen Songs und Videos und Von Wegen Lisbeth in den nächsten Wochen überraschen wird!

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.