Empfehlung des Tages: Wa22ermann – Hass auf den letzten Blick
Wa22ermann hat über das Jahr viele eingängige Rap-Tracks geliefert. Erst im Oktober lieferte die Musikerin gemeinsam mit der Frankfurterin OG LU den Song „Hasskick“. Während die beiden dort noch gebündelt in einem aufgeladenen und energievollen Ton abrechnen, ist Wa22ermann noch nicht fertig. Auf dem neuen Track „Hass auf den letzten Blick“ bleibt die Musikerin diesmal aber musikalisch etwas ruhiger und zeigt sich emotionaler.
„Hass auf den letzten Blick“ taucht Wa22ermann musikalisch in etwas andere Gewässer. Während man von der Rapperin Songs mit eingängigen Beats und klaren Instrumentals gewohnt ist, zeigt Wa22ermann auf dem neuen Song schon etwas melodischere Klänge. Fast schon Indie. „Hass auf den letzten Blick“ dürfte einer der wenigen Gitarren-lastigen Songs der jungen Musikerin sein. Wa22ermann beweist aber, dass sie auch das draufhat und nimmt Hörer:innen mit ihrer klaren Stimme durch den Song.
Inhaltlich setzt sich Wa22ermann auf „Hass auf den letzten Blick“ mit dem schmerzhaften Prozess, jemanden loslassen zu müssen, den man noch liebt auseinander: „Und ich frag‘ mich, wo bist du?/ Damit ich dich such’/ Ich red‘ mir immer ein, das mit uns beiden soll nicht sein“. Die Musikerin verarbeitet Gefühle von Einsamkeit und Sehnsucht. Es geht um den Versuch, sich selbst von einer ungesunden Bindung zu lösen – ohne wirklich davon loszukommen.
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