Empfehlung des Tages: Yukno – Böse Geister
Yukno sind ihres Zeichens nach Indie- und Synth-Pop-Experten aus Österreich. Dass das Duo auch jederzeit für einen Rave zu haben ist, hat schon der tanzbare Song „Risse“ mit Betterov im April bewiesen. Nun verlängern Yukno ihren Aufenthalt auf der Tanzfläche und veröffentlichen mit „Böse Geister“ eine neue Single.
Dass Yukno nicht auf ein Genre festgefahren sind, hat das Geschwister-Duo in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, spätestens aber mit dem „Mixtape 1“ aus dem vergangenen April. Da gibt es die gitarrige Indie-Nummer „Metaverse“ mit Marco Kleebauer, das Boris Bukowski-Cover im Dancehall-Gewand mit „Kokain“, gefühlvolle Electronica mit Girlwoman und „Regen“ und abschließend dann sogar waschechten Tech-House im Duett mit Betterov. Was sich liest wie genügend kreative Energie für zehn Diskographien, füllt hier nur vier Songs, die darauf schließen lassen, dass Yukno noch einiges in der Hinterhand haben.
Breakbeats gegen böse Geister
Und tatsächlich hat sich das Duo aus Österreich am vergangenen Freitag mit dem neuen Song „Böse Geister“ eine neue Sound-Facette eröffnet – schon wieder. Die Single startet mit scheppernden Breakbeats und manipulierten Vocal-Samples, vielleicht am besten zu vergleichen mit der modernen Rave-tauglichen Electronica von Acts wie Bicep oder Jamie xx. Die Texte, die Sänger Georg Nöhrer in gewohnter Yukno-Manier lethargisch über das Instrumental haucht, klingen dagegen eher nach Afterhour-Poesie: „Du musst los, sagst du / Doch alles geht mit dem Wind / Könnten deine Götter dich jetzt sehen / Sie würden lachen ganz bestimmt“.
Die abstrakten Zeilen von „Böse Geister“ lassen viel Interpretationsspielraum zu, genau wie der aufwändige Videoclip. Hier rasen die Geschwister im Auto durch die flackernden Lichter der Nacht und kommen mit dem Sonnenaufgang auf einem Sonnenblumenfeld an. Egal ob man in „Böse Geister“ nun eine zerbrechende Beziehung sieht oder einfach den/die Freund:in, der/die morgens um sieben irgendwann nach hause gehen will: Yukno klingen hier angenehm vertraut und doch erfrischend neu, zeitgeistig und trotzdem absolut konsequent in ihrem Schaffen – ein Spagat, der nur wenigen Acts gelingt.
Yukno live 2023 – präsentiert von DIFFUS
Mo, 13.03. München – Feierwerk, Kranhalle
Di, 14.03. Frankfurt – Tanzhaus West
Mi, 15.03. Köln – Yuca
Do, 16.03. Hamburg – Knust
Sa, 18.03. Berlin – Hole44
Tickets gibt’s hier.
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