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Erregung Öffentlicher Erregung veröffentlichen Debüt-Album „EÖE“ und haben Bock auf 80er-Jahre-Post-Punk

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Was dabei rauskommt, wenn man 70er-Jahre Krautrock mit Post-Punk-Elementen und den energiegeladenen Texten von NDW-Bands wie Ideal mixt? „EÖE“, das (fast) selbstbetitelte Debüt-Album der deutschen Alternative-Rock-Band Erregung Öffentlicher Erregung! Die am 04. September erschienene Platte ist der Nachfolger der 2017 veröffentlichten „Sonnenuntergang über den Ruinen von Klatsch“-EP und der „TNG“-EP aus dem Jahr 2018, mit denen sich das Quintett aus Berlin und Hamburg in der deutschen Untergrund-Szene etablierte und ihren Faible für unnötig komplizierten aber kreative Titel verdeutlichte. Auf „EÖE“ hält sich die Gruppe zwar mit verkopften Songtiteln zurück, driftet aber stattdessen in eine absurd minimalistische Richtung ab. So finden auf der Tracklist der Platte Songs wie „Kacke in der Jacke“, „Kein Bock auf Frühstück“ und „Kapitängelöt“ ihren Platz – ganz im Stil des ironisch-provizierenden NDW-Humors. Wobei die Bezeichnung „Songs“ bei einigen Tracks eher irreführend ist. „Im Schatten der Laube“ oder „Wellness“ sind eher einminütige Song-Skizzen und schaffen eine Art sphärischen Übergang zwischen der sonst oft polarisierend-erregenden Grundstimmung der Band. Produziert wurde das Debüt-Album von dem Duo Balayage und ist der musikalische Ausdruck davon, wie sehr Erregung Öffentlicher Erregung sowohl Bock auf tanzbare 80er-Jahre-Post-Punk-Songs, als auch auf melancholisch-nachdenkliche Balladen haben. Ebenso abwechslungsreich wie die Soundwelt, sind auch die Themen des Quintetts: Auf „EÖE“ geht es einerseits um Banalitäten wie Zigaretten, Langeweile und die Nacht. Trotzdem können die Fünf auch einen nachdenklicheren Ton anschlagen, ihrer inneren Gedankenwelt freien Lauf lassen und Selbstentfremdung oder Zukunftsängste thematisieren. „EÖE“ bringt mit einer knappen Stunde Laufzeit also sowohl die Essenz von Erregung Öffentlicher Erregung auf den Punkt, ist aber dennoch experimentierfreudig und neuartig.

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