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fiio mit „Alice.“: Eine Hommage an den Indie-Sound der 2010er

Posted in: News
Tagged: fiio

Es gibt diesen Moment am Ende des Coming-of-Age-Dramas „Vielleicht lieber morgen“, in dem Logan Lermans Charakter Charlie auf der Ladefläche eines Transporters steht und sagt: „In diesem Augenblick, ich schwöre es, sind wir unendlich“. Diesem Gefühl der Unendlichkeit, wenn sich alles golden, warm und unkaputtbar anfühlt, hat Indie-Musiker Fiio mit „Alice.“ einen Song gewidmet.

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Dabei ist „Alice.“ nicht irgendeine Person und der Song nicht einfach ein Liebeslied, wie Fiio auf Instagram betont: „Liebe Alice, wer du wirklich bis kann ich eigentlich gar nicht sagen. Wahrscheinlich bist du irgendein Misch Masch aus Träumereien, 2/3 meines Freundeskreises und einem Haufen verlorener Herzensmenschen. […] Das ist kein flacher abgestumpfter „lalala ich liebe dich und deine Augen sind wie Wasser, Weisswein oder Altbauwohnung“ Song. Das ist ein „ich fühle mich mit dir unendlich“ Song“.

Der Song hat erst einen klassischen Strophe-Refrain-Aufbau, bis sich Fiio im Outro wie in einem Brief direkt an Alice richtet: „Du hast mich auf den Kopf gestellt / Mit dir ist der Winter wie der Sommer / Wasser ist wie Weißwein, und / Mit dir ist Älterwerden irgendwie wieder wie jung sein / In dir seh‘ ich mehr, als meine Welt je sein kann und bevor ich’s vergess‘ / Ich hätt‘ mein T-Shirt gerne wieder“.

Fiio: Eine nostalgische Ode an ein Lebensgefühl

Mit dem Mix aus einer rockigen Indie-Gitarre und Retro-Synths ist der Song in der Tradition klassischer 2010er-Indie-Songs. „Alice.“ verortet sich irgendwo zwischen „Someday“ von The Strokes und „Lisztomania“ von Phoenix. Dabei ist der Track nostalgisch, mit der dynamischen Disco-Bassline tanzbar und damit definitiv etwas für jede Indie-Disco. Das Wiener Flair, was Fiio sowohl lyrisch als auch gesanglich rüberbringt, verleiht dem Song seinen ganz eigenen Charme.

Dass „Alice.“ das warme Gefühl der Unendlichkeit einrahmt, findet sich sowohl im Song als auch im Musikvideo wieder. Letzteres bildet dabei passend die Indie-Ästhetik der 2010er Jahre ab. Zigaretten, Jahrmarktbesuch und Rennen über leere Betonplätze, alles unter einem graublauen Filter, sind eine Ode an die jugendliche Melancholie und Sehnsucht, die in dieser Zeit so prägend waren. Dennoch bleibt „Alice.“ dabei zeitlos und im Kopf.

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