Fil Bo Riva öffnet die Augen für Neuanfänge
Was vor langer Zeit als Soloprojekt startete, hat sich mittlerweile nicht nur zu einer vierköpfigen Band entwickelt, sondern auch zu einer der wichtigsten Alternative Gruppen unserer Zeit. Die Rede ist natürlich ganz klar von Filippo Bonamici – besser bekannt als Fil Bo Riva. Schon mit dem Release seiner „If You’re Right, It’s Alright“ EP 2016 sang sich der Italiener mit der warmen Reibeisenstimme in die Herzen der Indie- und Alternative-Fans und hinterließ dort den Wunsch nach mehr Musik aus der Fil Bo Riva-Klangwerkstatt. Doch statt wenig später ein von Fans sehnsüchtig erwartetes Debütalbum nachzulegen, ließ der heute 27-Jährige noch weitere drei Jahre bis zur Veröffentlichung von „Beautiful Sadness“, seinem ersten und bisher einzigen Album, verstreichen. Allerdings scheint der Italiener die Ruhe um ihn als Künstler sehr zu genießen, denn seit über einem Jahr hüllt sich Filippo erneut in musikalisches Schweigen. Umso größer ist die Freude darüber, dass sich das Gesangstalent nun spontan dazu entschieden hat, ein Lebenszeichen zu senden und damit die Adventszeit zu versüßen. „Cold Mine“ heißt die bisher erste Veröffentlichung seit dem Release seines Debütalbums und ist das Ergebnis einer monatelangen Isolation. Statt 2020 die geplante „The Beautiful Sadness Tour“ zu spielen und eine euphorische Festivalsaison zu erleben, findet sich der Wahlberliner isoliert von seiner Band, seinen Fans und seiner Familien in seiner Wahlheimat Berlin wieder. Doch anstatt Zeit verstreichen zu lassen, baut sich der italienische Musiker ein eigenes Home Studio, beginnt damit neue Demos zu entwickeln und Alte zu überdenken. „Cold Mine“ ist das Ergebnis dieser kreativen (Zwangs-)Pause und steht zwar einerseits für einen melancholischen Blick auf Veränderungen, soll im gleichen Atemzug aber auch die Augen für Neuanfänge öffnen, die wir uns im Hinblick auf den anstehenden Jahreswechsel wohl alle sehnlichst wünschen.
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