Hey geh weg!: Weekend stellt sich in neuer Single mit Pimf gegen unterschwellige Alltagsrassisten
Vor knapp drei Wochen kündigte Rapper Weekend sein neues Album „Lightwolf“ nach knapp zwei Jahren Musikabstinenz an und veröffentlichte die erste Vorab-Single „Boxen“, in der er die Sinnhaftigkeit von Handgreiflichkeiten, Männlichkeitsritualen und Rangordnungen hinterfragt. Dass Weekend jemals wieder ein Album rausbringt, war lange unklar. „Ich war 2018 an einem Punkt, an dem ich dachte, dass ich kein weiteres Album mehr schreiben würde. Ich glaube im gesamten Jahr 2018 habe ich nicht einen einzigen Song zu Ende gebracht. Ich war völlig leer geschrieben und hatte vielleicht insgeheim sogar schon einen kleinen Haken an die Nummer gemacht“ verriet die VBT-Legende auf Instagram. Friedrich Rexer, Freund von Weekend und Musikproduzent, hat sich dem Problem angenommen und ihn ins Studio gezerrt, wo der Gelsenkirchener wieder einen Zugang zur Musik fand. Herausgekommen ist das Album „Lightwolf“, welches am elften September dieses Jahr erscheint. Für seine zweite Single hat sich Weekend einen langjährigen Weggefährten mit ins Boot geholt, den er noch aus VBT-Zeiten kennt: Pimf. Auf „Geh Weg“ liefern die beiden das, was sie am besten können: Battlerap. Mit Zeilen wie „Du bist ein scheiß Chauvinist, der, was Frauen betrifft, die Grenzen nicht wahrt / Du bist Feministin, die glaubt Feminismus, das heißt, dass man Männer nicht mag / Du bist Lothar Matthäus, du bist der Videobeweis, du bist „Bayern ist Meister“ / Du bist deutsche Kultur, du bist Tatort mit Til Schweiger“ stellen sie sich gegen Menschen, die „natürlich gegen Rechts, aber gegen Links“ genauso sind und die ihre eingerosteten Gedankengänge nicht zu hinterfragen wagen.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.