Geld, Hype und Einsamkeit: Neue EP von fakemink
Bereits vor seiner Namensänderung von 9090gate zu Fakemink im Frühjahr 2024 gelangte der in London lebende Rapper zu Bekanntheit im UK-Untergrund. Letztes Jahr brach er dann endgültig aus der Bubble aus, als er mit Snippets von Titeln wie „Easter Pink” und „Fever” viral ging. Seitdem kriegt er Shoutouts von Rap-Größen wie Drake und auch Frank Ocean scheint die Neuerscheinung von Fakemink auf dem Schirm zu haben: In einer Instagram-Story hört er im Auto den Song „Blow the Speakers .“
fakemink: „I’d kill myself before they ever clone me”
Zum Hype beigetragen hat das Wiederaufflammen der 2010er Swag-Ästhetik, die Fakemink auch im bislang einzigen Musikvideo der neuen EP zum Track „fml .” passend einfängt. Schnelle Schnitte und überladene, bunte Grafiken mischen sich mit Szenen à la Wong Kar-Wais „Fallen Angels“. Die Texte der EP drehen sich ums Geld Ausgeben, seinen Erfolg im Rap-Game und um Einsamkeit. Im Titel „Mr Chow .” betont der Künstler: „I’d kill myself before they ever clone me” und unterstreicht so seine musikalische Einzigartigkeit.
Seit seiner frühen Jugend produziert Fakemink selbst und experimentiert in seinen über 100 veröffentlichten Singles mit unterschiedlichsten Musikrichtungen. Mit „The Boy who cried Terrified .” knüpft er daran an und vereint Elemente aus Jerk-Rap und Drill mit Hyperpop und Shoegaze. Tiefergehend mit Nu Jerk hat sich übrigens auch Johann Voigt in unserer neuesten Print-Ausgabe beschäftigt.
In Fakeminks Tracks trifft ein treibendes Schlagzeug auf übersteuerte Beats und eine hoch gepitchte, nasale Stimme. Ergänzt wird das Ganze durch Synthie-Streicher und minimalistischere Beats auf grungy Gitarrenriffs, die für eine düstere Stimmung sorgen. Somit ist die EP auch eine Hommage an seine Inspirationsquellen wie Dean Blunt, Imogen Heap oder Lil Wayne „The Boy who cried Terrified .” schürt auf jeden Fall einige Erwartungen an das kommende Album.
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