Gigi D’Agostino äußert sich zu „L’Amour Toujours”-Verbot
Seit Pfingsten geht ein Video viral, in dem auf einer Party auf der Insel Sylt rassistische, rechtsradikale Äußerungen von jungen Menschen gegrölt werden. „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ lauten die Zeilen von den Sylt-Urlauber:innen, von denen einer sogar den Hitlergruß andeutet. In der „Pony“-Bar feiern die überwiegend jungen Menschen zu dem Lied „L’Amour Toujours“ von Gigi D’Agostino, auf das die rechtsradikalen Zeilen umgedichtet wurden.
Als Reaktion auf den Skandal und aus Angst vor ähnlichen Vorfällen, wurde der Song nun auf mehreren große Volksfeste verboten – der eigentlich etablierte Party-Hit von D’Agostino wird von nun an weder auf dem Münchner Oktoberfest noch auf der Berliner EM-Meile gespielt.
Statement von Gigi D’Agostino
Nun meldet sich der Produzent und DJ im Gespräch mit der NZZ zu Wort. Er fühle sich ohnmächig: „Mein Lied hat doch nichts mit Rassismus zu tun. Es ist eine Hymne an die Liebe. Ich verstehe nicht, welches Problem das lösen soll, wenn man ein Lied zensuriert, das die Liebe feiert. Wenn die Veranstalter des Oktoberfests das wirklich planen, müssen sie sich bewusst sein, was sie damit für eine Botschaft verbreiten: gegen die Liebe und gegen die Musik.“
Das Verbot des Songs wird im Netz sowieso schon kontroverse diskutiert, da das eigentliche Problem dahinter so nicht gelöst werde. Das sieht auch Gigi D’Agostino so: „Selbst wenn sie es verbieten, können die Leute ihr hässliches Zeug singen. Sie können es ohne mein Lied singen, sie können ein anderes aussuchen und wieder ein anderes. Die Musik ist etwas vom Schönsten, was wir haben. Wenn wir anfangen, zu verbieten, siegt das Schlechte über das Schöne.“
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