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Grim104 und Dissy holen mit „Risse“ den Underworld-Klassiker „Born Slippy“ ins Jahr 2023

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Wer die 90er miterlebt hat, wird sich schon von den ersten, flächigen Synth-Klängen auf der neuen Single von Grim104 umarmt fühlen. Denn mit „Risse“ interpretiert der Rapper gemeinsam mit Featuregast Dissy den Rave-Klassiker „Born Slippy“ von Underworld neu und liefert so passend zum Tourstart eine melancholsiche Party-Hymne.

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Vampir, Podcaster und Imperator

Wer Grim104 schon länger verfolgt, weiß, wie wandelbar der Rapper aus der friesischen Provinz ist. Noch vor knapp zwei Jahren hat uns Grim104 als Graf Grim auf seinem ersten Soloalbum „Das Grauen, das Grauen“ heimgesucht. Seitdem war es eher still in der Diskographie des Rappers, aber Grim war keineswegs untätig. Zusammen mit Testo hat er im Rahmen seiner Band Zugezogen Maskulin 2020 das Album „10 Jahre Abfuck“ veröffentlicht. Außerdem sind die beiden mit „Zum Dorfkrug“ in die Podcast-Welt eingetaucht: über zwei Staffeln hinweg haben sie mit verschiedensten Gästen über das Aufwachsen und Leben in Provinz und Kleinstadt gesprochen. Zuletzt widmete sich Grim dann mit seinem zweiten Album „Imperium“ dem Erwachsenwerden und den Dingen, die man auf dem Weg dorthin zurücklässt, wie die Videothek, die das Cover ziert und inzwischen längst ihre Pforten geschlossen hat.

Ein Rave-Klassiker wird wiederbelebt

Passend zum Start seiner „Imperium“-Tour wird Grim104 nun erneut nostalgisch und haucht einem Klassiker aus dem Jahr 1995 neues Leben ein: „Born Slippy“ von der britischen Techno-Formation Underworld. Ob als glorreicher Closing-Moment in den Morgenstunden von unzähligen Raves oder als Soundtrack zu „Trainspotting“: „Born Slippy“ löst wahrscheinlich bei Millionen von Menschen die unterschiedlichsten Gefühle aus und ist einer dieser Songs, die man dank seiner sanften Synth-Flächen schon nach Sekundenbruchteilen erkennt.

Das Ende ist hier

Eben diese Synthies sampled nun auch Grim für seinen neuen Song „Risse“. Die ikonische, schwer verständliche Hook, die im Original von Karl Hyde kommt, übernimmt hier Dissy als Featuregast: „Renn, Junge, renn / Sieh’, der Himmel, er glänzt / Auch in den dunklen Gängen, macht Party-Kumpels zur Fam / Von Betonwänden umzäunt hab ich von Engeln geträumt / Haut ist hell von den Menschen und der Himmel wird gold / Das heißt das Ende ist hier“. Das klingt beinahe nach dem Jüngsten Gericht und so mag es sich für viele Partygänger:innen auch anfühlen, wenn nach endlosen Stunden auf dem Dancefloor der schützende Umhang der Nacht langsam fällt.

Dieses Szenario führt Grim in den Strophen fort und rappt mit seiner charakteristischen, getriebenen Stimme von Luft, die nach Haarspray schmeckt und besten Freunden, die man gerade erst kennen gelernt hat. Damit fangen Grim104 und Dissy die bittersüße Melancholie von „Born Slippy“ perfekt ein und widmen der Rave-Szene eine würdige Hommage.

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