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Haftbefehl hat die „Sodies“ und die „Rennies“

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Tagged: Haftbefehl

Die Ankündigung von Haftbefehls neuem Projekt „Das schwarze Album“ ist nun schon einige Wochen her und mit der ersten Single „Wieder Am Block“ durften wir schon den ersten Richtungsweiser hören, welcher uns mit ignoranten Flows und harten Lines überzeugte. Vergangenen Freitag legte das Offenbacher Original mit einem neuen Brecher namens „Lebe Leben“ nach und zeigt mit ihm sämtlichen Hatern und Neidern den klanggewordenen Mittelfinger. Auch die zweite Single macht deutlich, dass Haftbefehl mit dem Nachfolger des weißen Albums die düstere und hässliche Realität auf Frankfurts Straßen mit kräftigen Bildern abbilden möchte. „Pistole automatisch, ich sitz’ im Bentley / Push das Kokain ohne Handy / Literweise Cîroc, eine Menge / Bitch, ich habe Sodies und auch Rennies“ heißt es am Anfang seines zweiten Parts. An dieser Stelle kommt auch wieder die Genialität von Haftbefehls Umgang mit Sprachen zum Vorschein, denn für die Otto NormalhörerInnen dürften weder „Sodies“ noch „Rennies“ bekannte Begriffe sein. 

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Letzterer Ausdruck ist unseren Recherchen zufolge eine Pfefferminz-Kautablette gegen Sodbrennen, dementsprechend folgern wir, dass „Sodies“ wohl das unangenehm brennende Gefühl in der Magengrube und hinter dem Brustbein beschreiben soll. Die kleinen Helfer in Pillenform haben übrigens auch einen kleinen Cameo-Auftritt im Video zu „Lebe Leben“. Doch ob „Rennies“ und „Sodies“ Frankfurter Codewörter für etwas völlig anderes ist, weiß vermutlich nur Haftbefehl und die Stadt selbst. Gemessen an seiner kreativen Ignoranz, würden wir Haftbefehl aber durchaus zutrauen, dass er in seinen Straßenerzählungen auch seine körperlichen Leiden codiert und zu Slang macht. So oder so, wir lieben es und freuen uns auf „Das Schwarze Album“, welches am 16. April erscheinen wird. 

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