„haha“: Über wen lachen Friedberg da eigentlich?
Mantraartiger Sprechgesang trifft auf transzendierende Drums und erzeugt dabei eine fiebrige ominöse Stimmung, in der sich Anna Friedberg gewandt und kontrolliert bewegt. Inhaltlich befasst sich die Londoner Alt-Rock Band rund um die Österreicherin mit dem Konflikt zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung und äußerlich erzwungener Perfektion.
Wütend klingende Zeilen wie „What are you doing outside of a magazine?“ und „Storming through my mind, just make yourself at home“ – ein unzufriedener Hinweis auf die Angewohnheit sich immer wieder mit anderen zu vergleichen – gehen in eine energiegeladene Hook über. Über den tief-gepressten Synths wirken die kurzatmigen und spöttischen „Haha“-Gesänge sowohl angsteinflößend als auch empowernt. Dabei bleibt offen, ob sich Friedberg hier über das Selbst- oder Fremdbild lustig machen.
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