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Hamburger Club Molotow muss schließen – wieder einmal

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Eine Hamburger Club-Landschaft ohne den legendäre Molotow Club? Undenkbar. Die Indie- und Alternative-Venue existiert bereits seit knapp drei Jahrzehnten und es gibt eigentlich keine Band, die dort noch nicht gespielt hat. Nationale und internationale Größen gaben sich hier stets mit den heißesten Newcomer:innen die Hand.

Im Jahr 2014 musste der Club seine Räumlichkeiten in den ehemaligen Esso-Häusern am Spielbudenplatz räumen und fand nach einem vorübergehenden Exil ein neues Zuhause am Nobistor. Nun schreiben die Betreiber:innen auf ihren Social Media Kanälen: „Dem Molotow ist gestern zum 30.06.24 gekündigt worden. Investor und Stadt wollen an seiner Stelle ein Hotel.“

Boutique Hotel statt Live-Club

Am jetzigen Standort soll ein Boutique Hotel entstehen. Damit werde das Molotow zum dritten Mal abgerissen, nachdem es schon an zwei anderen Orten in Hamburg ansässig war. „Irgendwann reicht es“, schreiben die Betreiber:innen. Der alte Standort in den Essohäusern sollte nach einem Neubau des sogenannten „Paloma-Viertels“ eigentlich schon längst wieder bezogen werden. Doch das Grundstück liege nun seit Jahren brach, erklärt der Club.

Kahlschlag in der Hamburger Club-Landschaft?

Die Kündigung für das Molotow kommt nur wenige Tage, bevor einige Clubs an der Hamburger Sternbrücke zum Ende dieses Jahres schließen müssen. Im Zuge des Abrisses und Neubaus der Sternbrücke müssen Astra-Stube, Fundbureau, Waagebau, Bar 227 und Beat Boutique weichen. Teilweise wurden für die ansässigen Clubs neue Locations gefunden, die allerdings nicht für alle Betreiber:innen eine Option sind.

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