Hard In Here – mit Gouge Away, Brat und Gost
Gouge Away – Deep Sage
„Deep Sage“ ist ein Album, das beinahe nie erschienen wäre. Denn mit dem Beginn der Pandemie lag Gouge Away erstmal auf Eis und den Aufnahmen, aus denen schließlich der dritte Longplayer der Band werden sollte, drohte das Schicksal, auf ewig in irgendwelchen Datenbanken zu verstauben.
Zum Glück haben sich Gouge Away aber nochmal besonnen und nach sechsjähriger Wartezeit einen Nachfolger des gefeierten „Burnt Sugar“ veröffentlicht. „Deep Sage“ wurde von der Band live auf Tape aufgenommen, sprich: Die Band musste von jedem Song einen perfekten Take spielen. Für das ungeschliffene, unmittelbare In-the-room-Gefühl dieser Aufnahmen ist einmal mehr Deafheavens Haus- und Hofproduzent Jack Shirley zuständig.
Die Noise-Rock- und Post-Hardcore-Mischung von Gouge Away hat sich etwas mehr in Richtung Melodiösität verschoben. Ja, da sind die wilden Ausbrüche wie „Spaced Out“, die Moshpits und Gang Shouts heraufbeschwören, über weite Strecken baut die Band aber mit schwelenden, repetitiven Parts Spannung auf, wie etwa im Opener „Stuck In A Dream“. „Deep Sage“ porträtiert Anxiety-Gefühle in all ihren Facetten, schwillt beständig an und ebbt ab, und ist dabei in keiner Sekunde langweilig. Ich will jetzt nicht den Sonic-Youth-Vergleich bemühen, aber Gouge Away könnten für eine jüngere Generation problemlos zu dem werden, was Kim Gordon & Co. für 90’s-Kids waren.
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Brat – Social Grace
Es gibt einen neuen Stern am Deathgrind-Himmel, und er glitzert pink. Drei Jahre nach ihrer ersten Single und unzähligen Live-Shows veröffentlichen Brat endlich ihr Debütalbum „Social Grace“. In sportliche 20 Minuten Spielzeit packt das Quartett aus New Orleans eine Fülle von Sounds und Ideen zwischen Metallic-Hardcore-Breakdowns und Death-Metal-Riffs, die zusammen zum ultimativen Endgegner in Sachen Moshen und Headbanging werden.
Zwar bewegen sich Brat sowohl musikalisch als auch thematisch auf einem hohen, wenn auch nicht unerreichten Level (inhaltlich trifft hier Horror auf Kapitalismuskritik), der USP der Band ist jedoch der kalkulierte Kontrast ihrer brutalen Musik und ihres knallpinken Barbie-Images. Das ist aber nicht nur ein lustiges Gimmick, sondern auch der beste Beweis dafür, dass die Zeit des Mackertums vorbei und die Zukunft des Genres inklusiv ist.
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Gost – Prophecy
Synthwave, but make it evil: Ich hatte ja ein bisschen erwartet, dass wir von Gost (nicht zu verwechseln mit Ghost) nichts Nennenswertes mehr hören würden, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Mit seinem achten Album zeigt sich das texanische Ein-Mann-Projekt von James Lollar so brutal und kompromisslos wie schon lang nicht mehr. Auf „Prophecy“ trifft 80’s-Horror-Worship auf Electro House auf Industrial auf Extreme Metal. Perfekt für einen Rave direkt in die Hölle.
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Curse All Kings – Feral Earth
Mit seinem dritten Album „Feral Earth“ ist das Projekt Curse All Kings des Berliner Musikers und Labelbetreibers Rob Fisk zum Künstlerkollektiv herangewachsen, das sich zusammen der Erforschung düsterer, nebelverhangener Dark-Ambient- und Black-Metal-Welten verschrieben hat. Das Ergebnis ist meditativ und mystisch wie das Flüstern und die Schatten der Wälder.
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Nicht traditionell heavy, aber trotzdem eine Erwähnung wert: Es gibt auch hervorragende neue Alben des Dark-Ambient-Pioniers Lustmord sowie der Experimental-Poetin Moor Mother.
Hier gehts zur Hard in Here Playlist:
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Christina Wenig ist Redakteurin, Journalistin und Fotografin aus Berlin. Für Magazine wie Visions und Metal Hammer schreibt sie über Metal, Hardcore und Artverwandtes; auf ihrem Instagram-Kanal teilt sie Live-Eindrücke aus verschwitzten Clubs und sinniert über Feminismus, Antifaschismus, Filme und ihren Hund.
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