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Hard In Here – mit Hamferð, Dödsrit und Zombi

Posted in: Hard in Here

Dödsrit – Nocturnal Will

Hat da jemand „episch“ gesagt? Auf ihrem vierten Album, und dem zweiten als vollwertige Band, fahren Dödsrit die ganz großen Geschütze auf. Die Crust- und D-Beat-Kante des einst von Christoffer Öster als Ein-Mann-Band gegründeten und nun auf Schweden und die Niederlande verstreuten Projekts weicht auf „Nocturnal Will“ mehr denn je majestätischen Riffs und großen Melodien und verströmt damit nostalgische 90’s-Vibes, ohne altbacken zu wirken.

Man kann Elemente wie Twin-Leads und den fast schon Power-Metal-haften Pathos dieses Albums ein bisschen cheesy finden, die sich besonders in den Vordergrund drängen, weil „Nocturnal Will“ über Weite Strecken auf Vocals und die damit einhergehende Garstigkeit verzichtet. Man kann sich aber auch einfach über das dynamische Songwriting einer Band freuen, die für ihren Black Metal nicht schlicht auf Düsterkeit, sondern auf die maximale Intensität verschiedenster Emotionen setzt. Sprich: Wir sehen uns auf der nächsten Dödsrit-Show, erste Reihe, Fäuste in der Luft.

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Hamferð – Men Guðs hond er sterk

Es gibt doch nichts Besseres als ein bisschen Doom Metal zum Frühlingsbeginn – vor allem, wenn man so lange darauf gewartet hat. Hamferð haben sich mit ihrem vierten Album nämlich solide sechs Jahre Zeit gelassen. Der Sechser von den Färöer Inseln zeigt sich auf „Men Guðs hond er sterk“ („Aber Gottes Hand ist stark“) weniger brutal und hart als zuvor. Im Vordergrund steht eine getragene, melancholische Stimmung, die durch einen warmen, organischen Sound verstärkt wird. Der beruht unter anderem darauf, dass die Songs live von der gesamten Band und ohne Click aufgenommen wurden.

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Da wir uns auf den Färöern befinden, geht es inhaltlich natürlich um Walfang und die Seefahrt. Hamferð erzählen auf ihrem Konzeptalbum von einem Schiffsunglück vor den Küsten der Inselgruppe, bei dem 1915 14 Menschen starben. Die emotionale Schwere der Geschichte von Tod, Trauer und dem Kampf gegen die Naturgewalten überträgt sich auch, wenn man die Texte nicht versteht. Das hat die Band nicht zuletzt Sänger Jón Aldará zu verdanken, der sie mit seiner facettenreichen, gefühlvollen Performance sicher durch alle Fahrwasser zwischen Funeral Doom, Death und Post-Metal leitet.

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Zombi – Direct Inject

Als Gegengewicht zum doch recht meddligen Metal dieser Ausgabe muss gleich noch etwas Synth-Prog her. Ist das wirklich heavy? Nö. Aber wenn es auf einem Metal-Label wie Relapse erscheinen kann, dann kann es auch hier stattfinden. Außerdem haben Zombi als Vorläufer von Retro-Horror und -Metal feiernden Synthwave-Acts wie Carpenter Brut und Pertubator allemal ihre Lorbeeren verdient.

Seit 20 Jahren macht das Duo es sich stilistisch zwischen King Crimson, Rush, Tangerine Dream, Goblin, Vangelis und John Carpenter bequem, und auch ihr siebtes Album „Direct Inject“ trifft den Sweet Spot zwischen Kosmischer Musik, Synthpop und 80’s-Filmscore. Basierend auf einer Improvisations-Jam-Session der beiden Musiker und wieder deutlich weniger gitarrenlastig als der hard-rockige Vorgänger „2020“, ist das hier das perfekte Nachts-mit-dem-Auto-durch-die-Stadt-fahr-Album.

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Hier gehts zur Hard in Here Playlist:

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Christina Wenig ist Redakteurin, Journalistin und Fotografin aus Berlin. Für Magazine wie Visions und Metal Hammer schreibt sie über Metal, Hardcore und Artverwandtes; auf ihrem Instagram-Kanal teilt sie Live-Eindrücke aus verschwitzten Clubs und sinniert über Feminismus, Antifaschismus, Filme und ihren Hund.

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