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Hard In Here – mit Jesus Piece, Poison Ruïn und Ernte

Posted in: Hard in Here

Jesus Piece – … So Unknown

Es gibt ja wirklich nur noch wenige Metalcore-Releases, die mich begeistern können. Ich hab keinen Bock auf stumpfes Geballer und Riff-Gewichse, ich hab aber auch keinen Bock auf Clean-Vocal-Gesudel, das sich an den Mainstream anbiedert. Das schließt vieles aus. Dank des Metallic-Hardcore-Revivals um Bands wie Code Orange und Knocked Loose ploppen jedoch immer mal wieder Releases auf, die mein Interesse wecken. So passiert 2018, als Jesus Piece ihr Debüt-Album „Only Self“ veröffentlicht haben. Hier gab es Brutalität und Härte, jedoch auch smartes Songwriting und Eingängigkeit. Und, ganz ehrlich, Style und Ästhetik der Band sind einfach Premium (late 90’s, chef’s kiss). Dumm nur: Es sollte fünf Jahre bis zum Nachfolger dauern.

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„… So Unknown“ ist ein Meisterstück in artikulierter Aggression. Trotz Dynamik und Abwechslungsreichtum bleiben die großen Experimente aus (ein bisschen vermisse ich gar die Industrial-Schlagseite des Vorgängers), aber die Jungs haben einfach den Sound gefunden, der für sie funktioniert – warum sollte man sich nicht ganz darauf fokussieren? Wenn der Opener „In Constraints“ reinknallt, kann man sich auf jeden Fall sehr gut vorstellen, wie die Band aus Philly jeden Club auseinandernimmt. Fronter Aaron Heards Bellen motiviert besser als jeder Pep Talk, ich knurre dank des Songs „FTBS“ permanent mein neues Mantra „Fuck the bullshit“ vor mich hin.

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Poison Ruïn – Härvest

Apropos Philly: Das ist auch die Heimat von Poison Ruïn, ihres Zeichens Mittelalter-Punker und Konsens-Band über diverse Szenen hinweg. Ihr zweites Älbum „Härvest“ verbindet altertümliche Symbolik und Narrative mit zeitgenössischer Kapitalismuskritik und klassischem Wipers-Style-Punkrock.

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Die Protestsongs von „Härvest“ machen die Realität zu Fantasy, und umgekehrt. Der raue Lo-fi-Sound kam auf den ersten beiden EPs, vorm Label-Signing, noch etwas organischer und ranziger daher, dafür umhüllt die Songs nun ein düsterer Schein, der auch ganz hervorragend zum Volksmärchen-Vibe von Poison Ruïn passt. Beim nächsten Arbeiter:innenstreik (oder Bauernaufstand) ist dieses Album auf jeden Fall mit dabei.

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Ernte – Albsegen

Apropos Bauernaufstand (Überleitungen deluxe heute): Auch die Schweizer Black-Metal-Band Ernte hat ihr zweites Album veröffentlicht. Mit „Albsegen“ hat das Duo ein atmosphärisches Werk geschaffen, das mit seinen düster-depressiven Melodien ins Unterbewusstsein kriecht und dort seine Dunkelheit wie Melasse über alles legt. Tendenziell eher ein Herbstalbum, aber Herbst ist ja ein state of mind.

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Tribulation – Hamartia

Eigentlich ist Musik der Marke Tribulation ja gar nicht so meins, da die Schweden irgendwie die sweeten Goth-Rock-Bois des Death Metal sind, haben sie aber trotzdem einen Platz in meinem Herzen. In diesem Kontext konnte ich ab 2015 am meisten mit der Band anfangen, als okkult-psychedelische Elemente Einzug in ihren Sound hielten. Die neue EP „Hamartia“ (die erste mit dem neuen Gitarristen Joseph Tholl nach dem Ausstieg von Fan-Favorit Jonathan Hultén) finde ich ein bisschen dröge, vielleicht fühlen trve Metalheads das aber – I wouldn’t know, Zwinkersmiley.

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Hier gehts zur Hard in Here Playlist:

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Christina Wenig ist Redakteurin, Journalistin und Fotografin aus Berlin. Für Magazine wie Visions und Metal Hammer schreibt sie über Metal, Hardcore und Artverwandtes; auf ihrem Instagram-Kanal teilt sie Live-Eindrücke aus verschwitzten Clubs und sinniert über Feminismus, Antifaschismus, Filme und ihren Hund.

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