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Herbert Grönemeyer besingt in „Urverlust“ das Ende der Liebe

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Still und heimlich landete heute morgen um Mitternacht ein neuer Song von Herbert Grönemeyer auf den gängigen Streaming-Plattformen. Nach dem Mutmach-Pop von „Deine Hand“, den wir euch hier vorstellten, ist „Urverlust“ die zweite Vorabsingle seines sechszehnten Studioalbums „Das ist los“, das am am 24. März 2023 erscheinen soll. „Urverlust“ widmet sich dem wohl größten Thema der Popmusik: der Liebe. Aber wie eigentlich immer bei Grönemeyer, findet er selbst für ausgelatschte Themenpfade immer wieder außergewöhnliche Worte und Blickweisen.

Ein Verlust, der alle anderen überstrahlt

Die Musik beginnt elektronisch, fast kühl. Sie lässt Raum für seine Stimme, die in Deutschland wohl zu den bekanntesten überhaupt zählt. Produziert wurde „Urverlust“ – wie alle Grönemeyer-Musik seit „Bleibt alles anders“ von 1998 – von Alex Silva. Und zwar zu einem Teil in Berlin, zum anderen in den Londoner Abbey Road Studios. In London wurden zum Beispiel diese wunderschönen Streicher produziert, die später im Song ein wenig Wärme bringen. Grönemeyer besingt eine Trennung, die er nie so recht verwunden hat. Die eine Liebe, bei der man glaubte, sie sei es. Die dann eben doch scheiterte. Und immer noch schmerzt. Ein „Urverlust“ eben, der alle anderen Verluste überstrahlt.

Traurige, schöne Worte treffen auf Saxofon-Cheese

Bei ihm klingt das dann so: „Tausend Stunden / Du bist in mir nie verklungen / Dein Bild ist eine nichtheilende Wunde / Ich hab dein Herz auf links gedreht / Und du fielst mir aus den Händen / Wir haben dann leer zusammen gelebt / Und sind so bitter geendet.“ Und trotzdem ist für ihn im Refrain noch immer klar: „Es warst nur du / Es warst nur du / Immerzu / Es warst nur du / Immer du / Unerreicht, so klug / Von Kopf bis Fuß / Aus einem Guss / Bleibst du mein Urverlust.“ Man darf allerdings wie oft bei ihm gerne weiter über Geschmacksfragen streiten: Zum Beispiel, ob diese schöne, so lange sehr simpel und wirksame Komposition wirklich noch die volle Dröhnung Saxofon-Cheesiness gebraucht hätte. Aber immerhin hat man dafür sozusagen den Käsemeister der pathetischen Saxofon-Momente an Bord geholt: Phil Todd, der schon auf Platten von Joni Mitchell, Roxy Music und Phil Collins zu hören war.

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