„Ich war hier, ich bin hier“ – Wie $oho Bani mit „Kids“ seine Liebe für Berlin ausdrückt
„Aus Berlin-Wedding in dein’ Airpod“ – Diese Ansage ist bei $oho Bani Programm. Seit 2018 ist der Newcomer am Start und mischt den Rap-Untergrund der Hauptstadt mit seiner Musik auf. Ging diese zu Beginn noch sehr in Richtung von hartem Trap, wird $oho Bani von einem Release zum nächsten immer abenteuerlustiger und experimenteller. Ein eindrucksvolles Manifest dieser Entwicklung ist das neueste Album „$oho und nicht anders“, auf dem sich der Rapper nicht nur mit diversen Feature-Gästen wie Lugatti, Monk und Longus Mongus, sondern auch mit allerlei verschiedenen Genres und Einflüssen umgibt.
Aber auch nach dem Albumrelease im vergangenen Jahr wurde es nicht still um $oho Bani. Es folgte die Ohrwurm-Single „Viral“ mit eingängigem Trap-Sound und beinahe country-esquen Gitarren. Nach diesem musikalischen Ausflug kehrt der Rapper aus Wedding nun mit der neuen Single „Kids“ vor der sprichwörtlichen eigenen Haustür. Mit der neuen Single „Kids“ taucht $oho Bani in die Berliner Clubs ab und macht keine Anstalten, wieder aufzutauchen.
$oho Bani – Kids
„Kids“ beginnt mit atmosphärischen Synth-Flächen, die man eher auf Paul Kalkbrenners „Berlin Calling“-Album erwarten würde, statt als Basis für einen Hip-Hop-Track. Trotzdem könnte dieser technoide Unterbau passender kaum sein. Denn $oho Banis neuer Song dreht sich rund um die Liebe für seine Heimatstadt Berlin – und diese ist ja wohl das Mekka für elektronische Tanzmusik schlechthin.
Der Rapper malt uns ein lyrisches Bild von seinem Umfeld und dabei gleich einer ganzen Generation, die schlaflos von Drogen und Zukunftsorgen gleichermaßen mit offenen Augen im Bett liegt. Mit drückenden Clubbeats im Rücken fängt $oho Bani den Puls der Stadt ein, mit Zeilen, die durch die Kopfhörer flackern wie Stroboskop: „Kids suchen Glück, Kid Cudi / Ich find’ kein Glück, doch hab Glück mit Money“. Passend inszeniert sich der Newcomer im Musikvideo zwischen Tanzfläche und Altbauwohnung, in einer Welt voller scheinbarer Gegensätze. Kunst und Straße, Exzess und Kopfficks, all das liegt hier nah bei einander. Nur eine Sache bleibt für $oho gleich: „Ich sag‘: „Berlin ist in mir drin, Dicka“ / Und das kriegst du da nicht raus“.
Miriam trifft $oho Bani in Berlin-Wedding und beim Videodreh
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