Im Video zu „Koriander“ geht Jace auf Rap-Dinosaurier Safari
Erst Anfang dieses Jahres veröffentlichte der Hamburger Rapper und Flavour-Gang-Member die „Wo ist Jacek“ EP. Zwei Monate später, also im Mai erschien mit „F“ auch schon der erste Sampler der Rapcrew aus der Hansestadt, auf der Jace selbstredend einige Parts platzierte. Fast zeitgleich bringt Jace mit „14“ schon den nächsten Solo-Song raus, doch ohne Ankündigung eines neuen Projekts. Nachdem der Artist via Instagram bei Kool Savas angefragt hatte, ob er denn sein neues Album „John Bello 5“, nach der ikonischen „John Bello Story“-Reihe von Savas benennen dürfe und sich überraschenderweise sogar den Zuspruch von Sido ergattern konnte, dürfte klar sein, dass Jace wieder etwas Größeres in der Pipeline haben sollte. Mit „Koriander“ liefert er jedenfalls den nächsten Vorboten auf sein Projekt und zeigt, dass er immer noch der ignorante Rapper mit Hang zu Cartoon- und Popkultur-Referenzen ist: „Du bist wie Koriander, denn ich nehm’ dich auseinander / schmeiße dich ins Wasser, so wie den Crocodile-Hunter / Steig’ in meinen Kofferraum, wir fahren in die Pampa / Niemand wird dir helfen, nicht einmal Cosmo und Wanda“. Doch nicht nur die helfenden Elfen finden Erwähnung in einer Zeile, auch Aragon aus Herr der Ringe liefert Stoff für eine Punchline. Das Video zum Song glänzt mit einem riesigen Dinosaurierei, welches Indiana Jace und sein Assistent in einem Wald ausgraben. Bevor sie auf den größten archäologischen Fund des Jahrtausends stoßen, entdecken sie noch das Skelett von Kölner Rap-Veteran Eko Fresh, der wohl stellvertretend für die „Oldhead-Dinosaurier“ steht, die im Song angegriffen werden. Die Kombination aus Ignoranz, Attitüde und Talent ist auch hier wieder Garant für beste Rap-Unterhaltung und einem weiteren Brecher aus dem Hamburger Untergrund.
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