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Immi diskutiert mit dem Gin in seinem Kopf

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Der Berliner Newcomer Immi veröffentlichte heute seine nunmehr dritte Single, welche auf den Namen „Gin“ hört. Ähnlich wie in „Serseri“ und „Batz“ kommt sein neuer Song extrem druckvoll daher und stellt Immis stimmliche Bandbreite gekonnt zur Schau. Mal gesungen, mal gerappt, aber stets aus dem Herzen performt der aufstrebende Künstler auf einem düsteren und 808-Bass lastigen Beat und lässt dabei seinen wilden Gedanken freien Lauf. „Gin“ beschäftigt sich mit der Betäubung der eigenen Dämonen durch diverse Spirituosen. Lebhaft beschreibt er, was für ein Sturm aus Wut, Verzweiflung und Angst in ihm tobt, den er scheinbar nur medikamentös bezwingen kann. „Lass alles brennen, der Gin in meinem Kopf will wieder diskutieren / Glas schon wieder so leer, ich krieg‘ die Krise / Mein Gaumen so taub, Moruk / Ich will, ich will eskalieren / Ich tanze auf Tischen, bis ich runterfliege“. Ausgefüllt und lebendig werden diese Worte aber erst durch die schmerzerfüllte Stimme von Immi, die es mal wieder problemlos geschafft hat, unter die Haut zu gehen.

Im dazugehörigen Video befindet sich Immi in einer abgelegenen Villa und wird auf die verschiedensten Weisen von drei Frauen gefoltert. Teilweise wirken die Szenen, wie aus einem Albtraum, in dem der Protagonist von etwas heimgesucht wird. Was es mit dieser Metaphorik auf sich hat, wissen vermutlich nur Immi und der Regisseur Robert Wunsch. Klar ist aber, dass der Berliner Künstler ein anderes, wesentlich verletzlicheres Bild eines Mannes nach außen Tragen möchte. Wir freuen uns, dass Immi weiterhin damit glänzt, sich anders darzustellen als der 08/15-Rapper aus der Hauptstadt.

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