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In „Honda“ reizt Ansu seinen ignoranten, assoziativen Flow aus

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Vor knapp zwei Jahren erschien der Hamburger Rapper Ansu auf der Bildfläche des deutschen Underground-Raps und gilt mit seinen Lyrics seitdem als Vorreiter einer modernen Rap-Generation, die sich statt mit Statussymbolen wie Autos oder Klamotten vermehrt mit sozialen Problemen in ihrem Umfeld und den Schwierigkeiten im alltäglichem Leben auseinandersetzt. Mit seinem Track „In meiner Gegend“ landete der Hamburger Anfang dieses Jahres einen waschechten Underground-Hit und begeistert seitdem eine beachtliche Hörerschaft für sich. Grund genug die hungrigen Rap-Liebhaber im Mai mit dem Release seiner zwölf Song starken Debüt-EP „Assoziativ“ zu füttern, auf dem der Hamburger authentische Einblicke in seinen Lifestyle gewährt. Doch ganz offensichtlich ist nicht nur seine Hörerschaft hungrig, denn mit seinem aktuellen Track „Honda“ knüpft Ansu quasi nahtlos an „9 to 5“ an, dem Song mit dem er knapp drei Monate nach Debüt direkt nachlegte. In „Honda“ reizt der vielversprechende Newcomer seinen ignoranten assoziativen Flow, welcher besonders in der Hook zum Vorschein kommt, vollkommen aus. Die Hook umfasst zwar nur siebzehn unterschiedliche Worte, sprechen trotzdem Bände darüber, wie sich Ansu durch’s Leben trägt. Auch der Beat ist auf ein Minimum reduziert, sodass die Stimme des Hamburgers noch besser durch Mark und Bein der HörerInnen fahren kann. Obwohl weder Beat noch Vocals auch nur einen Funken Melodie oder Harmonie innehaben, ist „Honda“ im Übrigen erstaunlich catchy, was den Song zum nächsten Untergrund-Brecher von Ansu machen könnte.

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