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In „LMF2“ gesteht Cro seine überschwängliche Liebe zu sich selbst

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Dass Cro im Begriff ist, sich vom Genre-Label „Rap“ zu emanzipieren und den eigenen musikalischen Horizont zu erkunden, konnte man schon bei seinen jüngsten Stücken „Fall Auf“ und „Endless Summer“ erahnen. Während sein letztes Album „tru.“ größtenteils auf aufwendig produzierte und doch eindeutig im Hiphop angesiedelte Instrumentals setzte, scheint sein nächstes Projekt gespickt mit organisch eingespielten Instrumenten zu sein, wie auch die neue Single „LMF2“ vermuten lässt. Angefangen mit dem selbstbekräftigenden, englischen Monolog einer entschlossenen Frauenstimme, welcher von einem ruhigen atmosphärischen Instrumental untermalt wird, lässt sich der Wahl-Balinese mit den wechselnden Masken eineinhalb Minuten Zeit für seinen Einstieg. Sein hallender Gesang über seine gefundene Liebe zu sich selbst lehnt sich Melodie-technisch passender Weise an den The Turtles Welthit „Happy Together“ an und schafft somit eine absurde, fast schon schizophrene Meta-Ebene, die auch in der Betitelung des Songs aufgegriffen wird. Denn laut Spotify ist Cro nicht nur der Interpret des Songs, sondern auch Featuregast. Ob das nun ein Datenbank-Fehler oder doch ein künstlerischer Kniff ist, ist vollkommen egal, denn die vielen Stimmen, die einem spätestens in der Hook um die Ohren geistern, ziehen einen vollkommen in den Bann. Selbst wenn viele eingefleischte Hiphop-Fans sich von dem neuen, psychedelischen Soundbild von Cro vor den Kopf gestoßen fühlen könnten, muss man sagen: Das Gewand steht ihm sehr gut und wir sind gespannt, wie sich seine virtuose Neuorientierung auf Albumlänge genießen lässt.

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