In „semiautomatical“ philosophiert Rahm über seine Existenz auf diesem Planeten
Aufgrund seiner – zugegeben – eigenwilligen Soundexperimente und Klanglandschaften, die irgendwo zwischen Diesseits und Jenseits schweben, ist der in Indiana lebenden Sänger, Songwriter und Produzent Rahm Silverglade alias RⱯHM (Rahm) hierzulande noch ein absoluter Geheimtipp. Aus unheimlichen Synthies, pumpenden Beats und impulsartigen elektronischen Einschlägen formt der Künstler eine abstrakte Musikwelt, welche die Vorstellungskraft ihrer ZuhörerInnen fordert und sich nicht damit zufriedengibt, nur im Hintergrund vor sich hin zu plätschern. Rahms zwölf Track starkes Debütalbum „I Forgive You and the Anvil…“ aus dem Jahr 2017 steht beispielhaft für jene Eigenschaften, die Rahm in den letzten Monaten aber augenscheinlich versucht abzulegen. Während „I Forgive You and the Anvil…“ von seinem experimentellen und avantgardistischen Charakter lebte, überzeugen Silverglades aktuelle Nummern mit melodischeren Elementen, die die Kunst des Multitalents für HörerInnen greifbarer machen. Mit „tree in a sidewalk“ und „the thunder peal of spackle on drywall” begann der in Indiana lebende Produzent gegen Ende des letzten Jahres seine musikalische Umorientierung und führt diese nun mit seiner aktuellen Single „semiautomatical“ weiter. Inspiration zu diesem Track findet Rahm wie so oft in seinen philosophischen und grübelnden Gedankengängen: „bei vielen der kommenden songs habe ich über die – sollte ich sagen – spezielle situation nachgedacht, ein menschliches tier auf einem unerverschämt bearbeiteten planeten zu sein. ein größtenteils fleischiges ding in einer zivilisierten, digitalen welt zu sein. ’semiautomatical‘ ist ein nicht-wort, das ich für diese art von halbheit benutze.“ Tipp: Wen im anhaltenden Lockdown mal wieder die Langweile plagt, der sollte Rahms persönliche Website rahm.rocks besuchen, die für Kunstliebhaber und Internetnerds einige kreative Spielereien bereit hält.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.