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Indie aus der Schweiz: Edb kommt aus „Bärn u nid Berlin“ – spielt aber am Mittwoch hier

Posted in: News

Es passiert ja gar nicht soooo selten, dass wir hier Acts aus der Schweiz vorstellen. Immerhin gibt das reiche Nachbarland musikalisch viel her: Soft Loft, Steiner & Madlaina, Jeans for Jesus, Akryl, Faber, Sophie Hunger – sie alle sind oder waren schon Thema bei uns. Was allerdings nicht so oft passiert: Dass wir uns mal einen Act anschauen, der explizit in Schweizer Mundart singt. Das haben wir bisher eigentlich nur in unserem Artikel „Was geht in der Schweiz in Sachen Rap, Indie & Co.?“ zum letztjährigen ESC gemacht.

Bei Edb lohnt das aber: Der junge Berner ist nämlich sozusagen der, äh, Zartmann der Schweiz? Berq? Bibiza? TOBIAS? Oder 01099 in einer Person? Ein Indie-Pop-Faber? Nee, irgendwie passen so gar keine Vergleichsnamen aus anderen Ländern.

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Es ist eher der Edb-Sound, als der Edb-Musikstil

Edb rauscht seit 2023 durch verschiedene Stile: Begann fast new-wavig mit „Crazy In Love“, spielte überwiegend mit Akustikgitarre (den Song) „Punk Rock“, sang mit viel Hall auf Schweizerdeutsch eine gallige Ballade auf „Gucci Schueh“. 2024 wurde es mit „Butterkuchen“ und „Deheime“ indie-rockig, bis man dann 2025 das Gefühl hatte, Edb habe mit der EP „EDDIE’S TAPE SIDE B“ seinen Sound gefunden – und zwar eher einen Sound als einen Musikstil.

Wer Edb länger hört, merkt nämlich, dass es vor allem sein nonchalanter Gesang, seine meistens schweizerdeutschen, manchmal aber auch hochdeutschen Texte und sein sehr eigenes Bühnencharisma sind, die ihn ausmachen. Das hat genug Halt, dass er seine Musik nicht auf eine Genre-Schublade beschränken muss, um eigen zu sein.

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„Bärn u nid Berlin“ oder doch bald Berlin u nid Bärn?

Auf besagter EP war dann auch sein bisher erfolgreichster Song in der Schweiz – der auch in Berlin nachhallt. Kein Wunder, immerhin heißt er „Bärn u nid Berlin“. Darin singt Edb, wie er in seiner Heimatstadt auf „Abfuck“ durch die Stadt zieht, während ihm seine Mutter sagt, er solle wegen der „bösi Lüüt“ da draußen aufpassen und früh nach Hause kommen. Was er lässig quittiert mit der Aussage, dass das ja immer noch Bern und nicht Berlin sei. In Berlin ist Edb trotz der dort lauernden Gefahren aber augenscheinlich gerne, denn schon in „Butterkuchen“ singt er davon, wie er mit „mit paar Brüetsche nach Berlin“ fliegt – was bedeutet: mit ein paar Brüdern.

Genau das hat er auch in dieser Woche vor: Am Mittwoch spielt Edb im Privatclub in Berlin und auch wenn Bern-Deutsch vielleicht sogar das härteste Schweizerdeutsch der Welt ist, checkt man auch mit leichter Sprachbarriere, was Edb uns erzählen will. Außerdem muss man diesen jungen Mann einfach auf der Bühne gesehen haben. Als wir ihn im vergangenen Jahr beim OpenAir St. Gallen im „Intro“-Zelt sahen, platzte selbiges jedenfalls aus allen Nähten.

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