Indie feat. HipHop: Provinz und Disarstar machen gemeinsame Sache
Trotz Covid-Chaos gehören Provinz in diesem Jahr wohl zu den absoluten Durchstartern. Erst vor zwei Jahren erscheinen Vincent, Robin, Leon und Moritz auf der musikalischen Bildfläche und überzeugen auf ganzer Linie mit gefühlsechtem Folk-Pop. Mit ihren Songs „Augen sind rot“ oder „Wenn die Party vorbei ist“ erspielen sich die vier Jungs aus dem Ravensburger Umland eine treue Fangemeinde und schüren mit ihren eingängigen und emotionalen Stücken sehr große Erwartung an ein Debütalbum. Umso größer war der Schock für Fans, als der Release des Erstlingswerks inmitten der Pandemie um mehrere Monate verschoben wurde. Doch das Warten hatte sich gelohnt: Im Juli 2020 veröffentlichten Provinz ihr erstes Album „Wir bauten uns Amerika“, das sich in einem sehr düsteren Jahr eher nach Freiheit, Aufbruch und Jugendlichkeit anfühlt. Warme, rollende Kneipen-Akkorde auf dem Klavier, gedämpftes Schlagzeug, treibende Gitarren und atmosphärische Chöre im Hintergrund: Ihren Sound haben Provinz schon längst gefunden. Mit ihrer aktuellen Veröffentlichung wagt sich die Band allerdings in unbekannte Gewässer. Gemeinsam mit dem Hamburger Rapper Disarstar geben die Musiker ihrem Song „Du wirst schon sehen“ einen neuen Anschliff. Indie-Pop trifft auf HipHop – und dass die Kombination dieser beiden Welten unfassbar gut funktioniert, zeigen uns die stimmgewaltigen Hauptakteure in einen atmosphärischen, schwarz-weißen Musikvideo. Gedreht in den Hansa Studios in Berlin, verleiht Disarstar mit seinen Strophen der Nummer eine düstere Melancholie, die Vincent durch die flehende Original-Hook bis ins Unermessliche steigert. Special Guest ist übrigens der Produzent Tim Tautorat, der nicht nur „Wir bauten uns Amerika“ produzierte, sondern auch schon für Jeremias, Farber, Fil Bo Riva und viele andere bekannte KünstlerInnen in der Indie-Pop-Szene tätig war.
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