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Indie-Newcomerin Chiara hat „215 fehlstunden“

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Gerade mal fünf Songs hat Chiara aktuell veröffentlicht. Und das auch erst seit Februar 2024. Dennoch sollte man die Indie-Pop Newcomerin auf dem Schirm haben, denn mit ihrer gebrechlichen samtweichen Stimme singt sie sich gerade in die Herzen und spricht einer ganzen Generation aus der Seele. Das stellte die Anfang 20-jährige erst im April bei Unreleased Berlin unter Beweis. Dort performte sie ihren Song „215 fehlstunden“, der jetzt endlich erschienen ist. Naja, und wie man das so von Unreleased Berlin gewohnt ist, hatten sie auch hier mal wieder den richtigen Riecher, denn Chiara hat Talent!

Chiaras Musik ist ehrlich und roh

Klavier, Gitarre, Geigen, Schlagzeug. Die Musikerin setzt auf Instrumentals und ihre butterweiche Stimme, die von Schmerz und Gebrechlichkeit singt. Bässe werden eingesetzt wie ein Stilmittel: Ganz bewusst an den Stellen, an denen der Sound auch wirklich schlagen soll. Kein Wunder also, dass die Tracks der Indie-Sängerin mit ihrer ganzen Bittersüße das Herz zusammenziehen lassen. Denn irgendwie gelingt es ihr, dass sich jede:r in den Zeilen wiederfinden kann. So auch in ihrem neuen Song. 

Mit „215 fehlstunden“ hat Chiara ein Lied geschrieben, das auf die Tränendrüse drückt. Denn mit den schmerzlichen Zeilen, die sie da singt, kann sich wohl jede Person irgendwie identifizieren. Es geht um die eigenen kleinen Fehler, die man macht, den kleinen Selbstbetrug, um bloß nicht zu dolle verletzt zu werden – nur um sich dann wie ein Häufchen Elend wiederzufinden. Und dann vertröstet man sich damit, dass Zeit ja sowieso alle Wunden heilt. Wie lange diese Zeit sein soll, sagt einem aber auch niemand. „Schau jede Stunde auf die Uhr, wann tut es nicht mehr weh?„, ist dann die Frage. Minuten, Tage, Wochen, Jahre? Keiner weiß.

Bis es nicht mehr weh tut

„215 fehlstunden“ nimmt uns direkt mit in Chiaras Gedankenkarussell. Kein Vorgeplänkel oder so. „Ich hab 215 Stunden in der Schule schon gefehlt“, fängt Chiara ohne Umschweife an und erzählt dann von all den kleinen Irrungen ihres Lebens, die ihr all die kleinen Wunden zugefügt haben und bei denen sie jetzt auf die Heilung hofft. „Wann tut es nicht mehr weh?“, fragt sie gegen Ende hin, untermalt von anschwellenden Geigen, die mit jedem Ton mitten ins Herz treffen. 

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