Jazzlegende Sonny Rollins ist im Alter von 95 Jahren gestorben
Sonny Rollins ist tot. Der legendäre Tenorsaxophonist starb am 25. Mai 2026 zuhause in Woodstock, New York. Rollins wurde 95 Jahre alt. Auf seiner offiziellen Facebookseite wurde sein Tod mit großer Trauer bekanntgegeben. Eine Todesursache wurde zunächst nicht genannt. Der 1930 in Harlem geborene Musiker gilt als einer der wichtigsten Saxophonisten der Jazzgeschichte. Rollins prägte besonders Stilrichtungen wie Hard Bop und Post Bop und wurde für seine melodischen, zugleich komplex entwickelten Improvisationen bekannt. Im Laufe seiner Karriere spielte er unter anderem mit Miles Davis, Thelonious Monk, John Coltrane und Max Roach.
Zu seinen bekanntesten Stücken zählen „St. Thomas“, „Oleo“ und „Doxy“, die in den 1950er-Jahren veröffentlicht wurden und längst zu Jazzstandards gehören. Insgesamt veröffentlichte Rollins über 60 Alben und gewann drei Grammys. Auch über den Jazz hinaus hinterließ er Spuren: Sein Spiel ist unter anderem auf dem Rolling-Stones-Album „Tattoo You“ zu hören. In den letzten Jahren hatte sich Rollins aus gesundheitlichen Gründen weitgehend zurückgezogen. Sein letztes Konzert spielte er 2012. Dennoch bleibt sein Einfluss unüberhörbar – als Musiker, der das Tenorsaxophon neu definierte und Generationen von Jazzkünstler:innen prägte.
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