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Song-Empfehlung des Tages: Jessie Reyez – Gatekeeper

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Mit einer unverkennbaren Stimmfarbe und einer gehörigen Portion Attitüde drängt sich die kanadische Sängerin Jessy Reyez seit 2016 beharrlich in die R’n’B-Szene. Auf der Debütsingle „Figurs“ zeigte sie sich noch verletzt und angreifbar und sang ihr empörtes Liebeslied tränenüberströmt in die Kamera. Kurz darauf zeigt sie allerdings, dass man von ihr wesentlich mehr als Seitenhiebe gegen Ex’s erwarten kann, sondern auch Seitenhiebe an diversen politischen Ereignissen, gesellschaftskritische Kommentare und ein Manifest der patriarchalen Musikindustrie, zu der sie zwar gehören will, aber die sie dennoch verachtet. „Gatekeeper“ bildete auf ihrem Debütalbum „Kiddo“ ein ganz besonderes Stück, dass aus Zitaten besteht, die sich Jessie in ihrer jungen Karriere anhören durfte. Das erschreckende Resultat bringt sie mit starkem Flow und Ausdruck hervor und „Gatekeeper“ wurde zu einem Song, der #metoo in eine musikalische Form brachte. Übrigens hat Billie Eilish genau diesen Song erst vor kurzem empfohlen und „Gatekeeper“ erfreut sich seitdem einer neuen Welle an positivem Feedback.

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