jolle teilt persönliche Erfahrungen mit Suizidgedanken
Triggerwarnung: Suizid
Jolle hat auf Instagram sehr offen über ihre langjährigen Erfahrungen mit Suizidgedanken gesprochen. Anlass ist ein angekündigter Artikel, in dem das Thema ebenfalls aufgegriffen werden soll und den sie vorab selbst einordnen möchte. Die Musikerin beschreibt, wie entsprechende Gedanken sie bereits seit ihrer Kindheit begleiteten und sich später mit Depressionen sowie Alkohol- und Drogenproblemen verschärften.
Während der Pandemie sei die Situation schließlich eskaliert. Dass sie heute noch da sei, verdanke sie vor allem Freund:innen, die schnell reagierten, ihr professionelle Hilfe organisierten und sie bis zu einem Klinikaufenthalt unterstützten. Die anschließende Therapie habe entscheidend dazu beigetragen, ihre Erfahrungen aufzuarbeiten. Ihre Geschichte teile sie nicht, um Mitleid zu bekommen, sondern um zu zeigen, wie lange solche Gedanken nach außen unbemerkt bleiben können.
Gleichzeitig kritisiert Jolle die aktuelle Lage der psychischen Gesundheitsversorgung. Sie verweist auf gekürzte Therapieangebote und finanzielle Probleme spezialisierter Einrichtungen und fordert mehr Aufmerksamkeit für Betroffene, besonders für Kinder und Jugendliche. Ihre zentrale Botschaft: zuhören, Hilfe ernst nehmen und psychische Krisen nicht kleinreden.
Hinweis: Hilfe bietet die Telefonseelsorge kostenlos und rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.
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